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Im vergangenen Jahr starben bei Unfällen im öffentlichen Verkehr 31 Personen. Die Opferzahl liegt damit unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre. Bei der Eisenbahn lag die Zahl der tödlich verunfallten Personen mit 13 tiefer als jemals zuvor. Zugenommen haben die Unfall- und Opferzahlen bei Tram und Bus und hier insbesondere die Zusammenstösse mit anderen Fahrzeugen und Passanten. Insgesamt kam es im vergangenen Jahr im öffentlichen Verkehr zu 244 schweren Unfällen. Das sind 17 mehr als im Vorjahr.
Die meisten Todesfälle ereigneten sich beim unvorsichtigen oder unberechtigten Überqueren von Bahn- und Tramgeleisen oder im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr. Diese Art von Unfällen kann nur sehr schwer mit zusätzlichen Massnahmen reduziert werden. Technische Gründe oder Naturereignisse waren nur in wenigen Fällen ausschlaggebend.
Ziel des Bundesamts für Verkehr (BAV) ist es, das hohe Sicherheitsniveau zu halten und es dort, wo dies erforderlich und mit verhältnismässigem Aufwand möglich ist, noch weiter zu verbessern. Im internationalen Vergleich strebt die Schweiz ein Sicherheitsniveau an, das mit denjenigen in den führenden Ländern vergleichbar ist.
Im Rahmen seiner Aufsichtstätigkeit führte das BAV im Jahr 2011 erneut zahlreiche Kontrollen vor Ort durch. Besonders umfangreich waren die Betriebskontrollen bei Güterzügen. Das BAV entdeckte ähnlich viele Mängel wie in den Vorjahren. Es beschloss deshalb weitere Massnahmen, namentlich im Bereich des Verlades. Darüber hinaus traf das BAV zahlreiche weitere Vorkehrungen zu Gunsten der Sicherheit. Es sorgte unter anderem dafür, dass Eisenbahnwagen mit alter Türschliessung früher umgerüstet oder aus dem Verkehr gezogen werden als ursprünglich geplant.