Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder
Beginn Inhaltsbereich
Die Umweltministerinnen und -minister der Vertragsstaaten der Alpenkonvention haben sich heute an der XII. Alpenkonferenz für eine Plattform Energie ausgesprochen. Diese Plattform soll den Alpenländern ermöglichen, sich über die Herausforderungen und Chancen von Energie- und Klimafragen und konkreten Projekten im Alpenraum auszutauschen. Das Mandat, das auf Initiative von Bundesrätin Doris Leuthard zurückgeht, soll in den nächsten Monaten genauer definiert werden. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie einerseits der Natur- und Landschaftsschutz und andererseits Energieproduktion, -transport, -speicherung und -effizienz in ein Gleichgewicht zu bringen sind. Die Schweiz ist besonders daran interessiert, eine alpenweite Übersicht über geeignete Gebiete für die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen (Wasser, Wind, Sonne) zu gewinnen, um so die Planungssicherheit zu erhöhen. Diese Gebiete sollen in einer Karte sichtbar werden.
Wie bereits am Symposium «Erneuerbare Alpen» zu Beginn der Alpenwoche standen auch an der Alpenkonferenz die Themen Klima und Energie zuoberst auf der Traktandenliste. Weiter haben sich die Ministerinnen und Minister der Alpenländer positiv zu den Beschlüssen der Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 geäussert. Sie haben sich dafür ausgesprochen, das Engagement der Alpenkonvention für die Nachhaltige Entwicklung zu erneuern und die Alpen international als Vorbildraum für nachhaltige Entwicklung zu positionieren. Diskutiert wurde auch der nachhaltige Tourismus, der während der letzten zwei Jahre ein Schwerpunkt der Alpenkonvention war. Zum nachhaltigen Tourismus erscheint in Kürze ein Alpenzustandsbericht.
Die Alpenkonferenz bot zudem Gelegenheit, die Aktivitäten während der schweizerischen Präsidentschaft der Alpenkonvention zu reflektieren. Dabei wurde klar, dass eine stärkere Konzentration der Arbeit auf Schlüsselherausforderungen nötig ist, beispielsweise auf diejenigen in der Energieversorgung.
Im Anschluss an die Alpenkonferenz folgt gleichentags das traditionelle Vierertreffen der deutschsprachigen Umweltministerinnen und -minister. Bundesrätin Doris Leuthard reist mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen an den Fuss des Morteratsch-Gletschers, wo sie sich unter anderem über Energie- und Umweltfragen austauschen werden (separate Medienmitteilung folgt).
Alpenkonvention
Die Alpenkonvention ist weltweit das erste völkerrechtlich verbindliche Übereinkommen zum Schutz einer Bergregion. Sie definiert ein transnationales Gebiet als funktionale geografische Einheit und als einen vor gemeinsamen Herausforderungen stehenden Kultur- und Wirtschaftsraum. Die Vertragsparteien sind Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, die Schweiz, Slowenien und die EU. Zu Beginn der 1990er-Jahre arbeiteten diese Staaten eine Rahmenkonvention aus, die im März 1995 in Kraft trat und die Schweiz 1999 ratifizierte. In der Schweiz ist das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) für die Alpenkonvention zuständig. Die Federführung hat das Bundesamt für Raumentwicklung ARE.
 
www.alpweek.org