Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

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CO2 und Klima

Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. Die Schweiz verfolgt eine aktive Politik zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Inland und auf internationaler Ebene. Wichtigste Grundlage für die schweizerische Klimapolitik ist das CO2-Gesetz.


Im Blickpunkt

Bundesrat heisst neue CO2-Verordnung gut (30.11.2012)
Am 30. November 2012 hat der Bundesrat die neue CO2-Verordnung gutgeheissen. Sie tritt zusammen mit dem revidierten CO2-Gesetz am 1. Januar 2013 in Kraft. Damit stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Klimapolitik der Schweiz für den Zeitraum 2013 bis 2020 fest.

Klimapolitik der Schweiz

Das Klima erwärmt sich unter dem Einfluss der Treibhausgase. Mit dem Ratifizieren des Kyoto-Protokolls hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, zusammen mit anderen Staaten Massnahmen gegen die Klimaveränderung zu ergreifen. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion der Emissionen von Kohlendioxid (CO2), die in der Schweiz mehr als 80 Prozent der Treibhausgase ausmachen. Das CO2-Gesetz ist das Hauptinstrument, um unsere Verpflichtungen einzuhalten. Es sieht vor, dass die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Ausstoss von 1990 um 20 Prozent gesenkt werden.
Deutschsprachige Umweltminister wollen grüne Wirtschaft vorantreiben (07.09.2012)
Bundesrätin Doris Leuthard hat heute die deutschsprachigen Umweltministerinnen und Umweltminister zum jährlichen Treffen in der Schweiz empfangen. Am Fusse des Morteratsch-Gletschers (GR) hat sie mit ihren Amtskollegen aus Deutschland und Österreich sowie der Amtskollegin aus Liechtenstein die UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 analysiert und deren Auswirkung auf die Umweltpolitik besprochen. Auf dem Programm standen zudem die anstehenden internationalen Konferenzen zu Klima, Biodiversität und Chemikalien.
Anhörung zur CO2-Verordnung abgelaufen (03.08.2012)
Am 11. Mai 2012 hatte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK die Anhörung zur CO2-Verordnung eröffnet. Unter anderem wurde vorgeschlagen, dass die CO2-Abgabe auf 2014 erhöht werden kann. Die interessierten Kreise konnten bis zum 3. August 2012 Stellung nehmen. Rund 110 Stellungnahmen sind eingegangen. Sie sind erwartungsgemäss kontrovers.
Bundesrat genehmigt Bericht zu CO2 und Corporate Governance (02.03.2012)
Der Bundesrat hat am 2. März 2012 den Bericht „CO2 und Corporate Governance“ genehmigt. Eine Anpassung der Rechtsgrundlagen, damit CO2 ein verbindlicher Bestandteil der Corporate Governance wird, hält der Bundesrat nicht für zielführend. Ein 2009 vom Nationalrat überwiesenes Postulat hatte entsprechende Abklärungen verlangt.
Bundesrat verabschiedet Ziele für die Anpassung an den Klimawandel (02.03.2012)
In Zukunft wird sich der Bund nicht nur für eine Verminderung des Treibhausgasausstosses, sondern vermehrt auch für Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel engagieren. Der Bundesrat hat am 2. März 2012 daher den ersten Teil seiner Strategie «Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz» verabschiedet und darin Ziele, Herausforderungen und Handlungsfelder definiert. Damit will er sich etwa für den Fall von trockenen Sommern und Hochwasser wappnen.
Internationale Umweltpolitik im Interesse der Schweiz (20.01.2012)
Die Schweiz verfolgt eine aktive internationale Umweltpolitik und ist ein angesehener Partner. Bruno Oberle, Direktor des Bundesamts für Umwelt BAFU, präsentierte am 20. Januar 2012 den neusten BAFU-Bericht «Internationale Umweltpolitik der Schweiz 2012». Der Bericht bietet einen Überblick über die internationalen Verhandlungen in den wichtigsten Umweltbereichen wie Klima, Biodiversität oder Chemikalien und skizziert wichtige Herausforderungen.

Dossier des Bundesamtes für Umwelt BAFU

Massnahmen und Instrumente zur CO2-Reduktion

Die am 30. November 2012 vom Bundesrat gutgeheissene CO2-Verordnung konkretisiert für die Zeit nach 2012 die Bestimmungen des CO2-Gesetzes. Sie definiert die Instrumente zur Umsetzung der gesetzlich festgeschriebenen Reduktionsziele. Um die Verminderung des Ausstosses an Treibhausgasen im Inland um 20 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 zu erreichen, sind unter anderem folgende Massnahmen vorgesehen:

  • Vom Gebäudebereich wird bis 2020 eine Reduktion der Emissionen um 40 Prozent erwartet. Um dieses Ziel zu erreichen, kann die CO2-Abgabe auf Brennstoffe von heute 36 Franken auf 60 Franken pro Tonne CO2 ab dem 1. Januar 2014 erhöht werden, wenn das Ziel für den CO2-Ausstoss aus Brennstoffen im Jahr 2012 verfehlt wird. Bei einer Erhöhung der CO2-Abgabe auf Brennstoffe können bis zu maximal 300 Millionen Franken pro Jahr für die Förderung emissionsreduzierender Massnahmen im Gebäudebereich eingesetzt werden. Das Gebäudeprogramm, das aus einem Teil der Einnahmen aus der CO2-Abgabe auf Brennstoffe finanziert wird, wird weitergeführt.
  • Der Verkehr soll seine Emissionen um 10 Prozent reduzieren. Die Verordnung sieht vor, dass die Importeure von Treibstoffen dazu verpflichtet sind, bis 2020 mindestens 10 Prozent des CO2-Ausstosses aus dem Verkehr mit Massnahmen im Inland zu kompensieren. Zudem werden die CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen weitergeführt.
  • Von der Industrie wird eine Reduktion ihrer Emissionen um 15 Prozent erwartet. Als unterstützende Massnahme sieht die Verordnung einen Technologiefond vor, der mit 25 Millionen Franken pro Jahr aus den Einnahmen der CO2-Abgabe gespeist wird. Mit dem Fonds werden innovative Unternehmen mit Bürgschaften unterstützt, welche die Aufnahme von Darlehen erleichtern.

Die CO2-Abgabe: Sparsamer Umgang mit Energie zahlt sich aus


Dossier des Bundesamtes für Umwelt BAFU

Klimaschutz im Alltag

Wer Heizenergie sorglos verpuffen lässt oder seine Ferienziele in Übersee wählt, lebt punkto Treibhausgasemissionen klar über seinen Verhältnissen. Zuhause, in der Gemeinde und an der Arbeit stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, etwas fürs Klima zu tun.

Fachkontakt: info@uvek.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 30.11.2012

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