Die Energieversorgung der Schweiz muss langfristig gesichert sein. Genau darum geht es bei der «Energiestrategie 2050» des Bundesrates.
Diese Strategie sieht den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie vor. Heute decken die Kern-kraftwerke 40% unseres Strombedarfs oder 10 % unseres gesamten Energieverbrauchs. Werden diese Kraftwerke abgeschaltet, so muss dies kompensiert werden. Die Energiestrategie setzt dabei auf das Energiesparen. Aber wie soll das gehen?
Nun nehmen wir zum Beispiel die Gebäude:

Sie allein verschlingen fast die Hälfte der im ganzen Land verbrauchten Energie.
Mehr als eineinhalb Millionen Gebäude stehen in der Schweiz. Zwei Drittel davon sind über 30 Jahre alt und schlecht isoliert. Dadurch verbrauchen sie vier- bis siebenmal mehr Energie als Neubauten. Aber pro Jahr werden nur knapp 1 % aller Gebäude renoviert. Du siehst, es gibt noch viel zu tun. Und vergessen wir nicht: gesparte Energie ist gespartes Geld!

Unsere Gebäude brauchen dringend eine Verjüngungskur.

Gute Gründe dafür gibt es genug. Und erst noch Belohnungen:

• zum Beispiel Geld für das Renovieren von Häusern, wenn ein gewisser Energiestandard er-reicht wird;
• oder Anreize, alte Heizungen zu ersetzen, die viel Energie verschlingen und die Luft stark verschmutzen.

Mit der Energiestrategie 2050 stehen für diese Aufgabe mehrere hundert Millionen Franken bereit.

Ihren Wohlstand verdankt die Schweiz zu einem grossen Teil der Industrie und den Dienstleistungen. Diese Wohlstandsquellen müssen wir für die Zukunft erhalten.

Die Industrie und der Dienstleistungsbereich verbrauchen aber zwei Drittel der elektrischen Energie in unserem Land. Allein die Lichter in den Büros verschlingen manchmal fast die Hälfte des Stroms in einer Firma.

Das Ziel lautet also: Strom sparen, ohne unsere Wirtschaft zu benachteiligen.

Beispiele?

Man kann Strom aus Abwärme erzeugen. Oder man kann freiwillig Stromsparziele vereinbaren. Indem die Firmen ihre technischen Anlagen optimieren, senken sie den Energieverbrauch. So sparen sie Kosten und werden wettbewerbsfähiger, weil sie günstiger produzieren.

In der Schweiz leben immer mehr Menschen. Wir reisen immer öfter und immer weiter – und wollen immer schneller am Ziel sein. Kurz gesagt: Ohne Mobilität geht gar nichts.

Allein auf den Verkehr entfällt mehr als ein Drittel der gesamten verbrauchten Energie – hauptsächlich in Form von fossilen Energien wie Benzin, Erdgas oder Diesel.

Hier muss etwas geschehen, meinst du nicht auch?

Etwa indem man den Kauf sparsamerer Autos fördert.

Und natürlich mit einer effizienteren Fahrweise –auch die Züge können das. Eco-Drive lautet das Motto.

Und ja, auch bei der Beleuchtung gibt es ein grosses Sparpotenzial.

Und denken wir an all die Elektrogeräte, die uns den Alltag erleichtern.

All diese Geräte verbrauchen zusammen Unmengen an Energie.

Wir alle können mit einfachen Mitteln Energie sparen. Es sind kleineDinge , die aber Grosses bewir-ken: Die drei Millionen Kaffeemaschinen in unserem Land verbrauchen so viel Strom wie die Stadt Luzern in einem Jahr. Dabei werden drei Viertel des Stroms für das ständige Aufheizen von Maschi-nen verwendet, die den ganzen Tag eingeschaltet bleiben. ….
Bei EnergieSchweiz findest du Informationen darüber, wie du mit kleinen Veränderungen im Alltag bedeutende Mengen Energie sparen kannst.

Sei es im Haushalt, in der Informatik, in der Kommunikations- oder in der Unterhaltungselektronik: Auch die Geräte selbst müssen sparsamer werden. Und die Vorschriften müssen laufend an den technologischen Fortschritt angepasst werden.

Energiesparen ist nicht schwer, schont die Umwelt und unser Portemonnaie und stärkt die Wirtschaft. Die kommenden Generationen werden es uns danken.