Heute stammen 80 % der in der Schweiz verbrauchten Energie aus NICHT erneuerbaren Quellen. Diese Energieträger müssen wir importieren. Nur 20 % der Energie, die wir verbrauchen, ist erneuerbar.

Ein Ziel der Energiestrategie 2050 ist, den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern.

Aber warum ist das so wichtig?

- Erstens verursachen diese Energiequellen keine Abfälle und keine Treibhausgasemissionen. Zudem sind sie – wie ihr Name schon sagt – ERNEUERBAR. Und da die Bevölkerung der Schweiz – und damit auch der Verbrauch – weiter wächst, ist dies ein wichtiger Faktor.
- Zweitens ist erneuerbare Energie das Gold von morgen!
Mehr erneuerbare Energie heisst weniger Importe. Investitionen in der Schweiz schaffen Arbeitsplätze und Know-how made in Switzerland.
Zudem werden erneuerbare Energien langfristig immer billiger und damit günstiger als die zunehmend knappen fossilen Energien.

Und wie erreichen wir dieses Ziel?

- Das oberste Gebot lautet Energieeffizienz. Denn: Je weniger wir verbrauchen, desto weniger müssen wir produzieren oder importieren.
- Mit staatlichen Finanzhilfen wird zudem ein Anreiz für die Erzeugung erneuerbarer Energie geschaffen. Auch das Festlegen von Mindestanteilen von erneuerbaren Energien im Gebäu-debereich – z. B. bei Heizungen – führt zum Ziel. EnergieSchweiz und die Kantone arbeiten an dieser Frage.
- Die Wärme tief im Boden ist eine weitere natürliche Energiequelle. Deshalb hat neben Holz und Biomasse auch die Geothermie ihren Platz in der Energiestrategie der Schweiz.
- Und schliesslich fliessen 202 Millionen Franken in die Forschung, damit auf diesem Gebiet neue Technologien entwickelt werden können.

Das Potenzial für die Produktion von mehr grünem Strom ist vorhanden. Wir alle haben ein Interesse daran, dass es genutzt wird. Dabei dürfen aber andere Interessen wie Natur- und Landschaftsschutz nicht vernachlässigt werden. Ein Kompromiss ist möglich, aber er erfordert Zugeständnisse von allen Seiten.