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Veröffentlicht am 4. August 2026

Verkehr und Mobilität

Raumentwicklung und Mobilität hängen eng zusammen. Aus diesem Grund kann die Raumentwicklungspolitik mit geeigneten Massnahmen positive Effekte auf die Mobilität ausüben und den zukunftsfähigen Verkehr fördern. Dieses Ziel verfolgt der Bund unter anderem mit dem Programm Agglomerationsverkehr. Um die langfristige Verkehrsentwicklung auch in Zukunft zu garantieren, werden statistische Daten zur Mobilität in der Schweiz und Perspektiven zur künftigen Entwicklung des Verkehrs erhoben.

  • Raumentwicklung und Mobilität hängen eng zusammen.
  • Um die Verkehrssituation über ihre Grenzen hinweg zu verbessern, erarbeiten Gemeinden und Kantone Agglomerationsprogramme. Der Bund unterstützt diese finanziell.

Agglomerationsprogramme

Um die Verkehrssituation in Agglomerationen und Städten zu verbessern und die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung gut aufeinander abzustimmen, erarbeiten Kantone, Städte und Gemeinden regelmässig Agglomerationsprogramme. Diese bestehen aus einer klaren Vorstellung, einer Strategie zur deren Erreichung und aus konkreten Massnahmen zur Realisierung.

Infofilm: Was ist ein Agglomerationsprogramm? (Youtube ARE)

Für die vierte Generation finanziert der Bundesrat 32 Programme mit rund 1,6 Milliarden Franken mit.

Die Bundesbeiträge fliessen dabei zu je knapp einem Drittel:

  • in Projekte des öffentlichen Verkehrs
  • in Projekte des motorisierten Individualverkehrs
  • in Projekte des Velo- und Fussverkehrs

Das restliche knappe Zehntel der Beiträge fliesst in den Ausbau von Verkehrsdrehscheiben, die den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsträgern vereinfachen.

Das Parlament wird voraussichtlich 2027 entscheiden, welche Programme der 5. Generation der Bund unterstützen soll.

Bundesbeschluss über die Verpflichtungskredite ab 2024 für Beiträge an Massnahmen im Rahmen des Programms Agglomerationsverkehr vom 4. Dezember 2023

Agglomerationsprogramme 4. Generation (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Agglomerationsprogramme 5. Generation (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Wie sich die Schweiz bewegt: Der Mikrozensus Mobilität und Verkehr

Das Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung wird alle fünf Jahre vom Bundesamt für Statistik (BFS) und vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) im Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) erhoben. Die Umfrage enthält Fragen zu zurückgelegten Wegen, Fahrzeugen und Abonnementen oder Meinungen über das Verkehrsangebot.

Mikrozensus Mobilität und Verkehr (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

2021 war eine Person durchschnittlich 80 Minuten pro Tag unterwegs. Dabei gehen 16 Minuten auf Arbeit, 4 Minuten auf Ausbildung, 13 Minuten auf Einkauf, 42 Minuten auf Freizeit und 6 Minuten auf übriges. Im Güterverkehr wurden 2022 62% der Tonnen-Kilometer auf der Strasse und 38% auf der Schiene geleistet. Die Gesamtkosten des Verkehrs lagen 2020 bei 92 Milliarden Franken, wovon 76 Milliarden auf die Strasse, 12 Milliarden auf die Schiene, 4 Milliarden auf die Luft und 0,3 Milliarden auf das Wasser fallen. Verkehrsflächen beanspruchten 2018 983 Quadratkilometer. 2023 lag der Personenwagenbestand bei 4,8 Millionen Fahrzeugen. 2022 lag der Anteil des ÖV am Personenverkehr bei 21 %. Die mittlere Länge des Arbeitswegs von Pendlern lag bei 14 Kilometern. Es kam zu 241 Strassentoten und 21898 Verletzten.

Externe Kosten und Nutzen des Verkehrs

Verkehr und Mobilität verursachen verschiedene Kosten und Nutzen, die für die Verkehrsteilnehmenden nicht direkt spürbar sind. Zu solchen verkehrsbedingten Kosten gehören zum Beispiel Schäden an der Umwelt oder der Gesundheit durch Abgase, die beim motorisierten Verkehr entstehen. Getragen werden solche externen Kosten von der Allgemeinheit und zukünftigen Generationen.

Externe Nutzen sind das Gegenteil von externen Kosten. So kann ein bestimmtes Verhalten, beispielsweise Fahrradfahren, einen Nutzen erzeugen, von dem auch andere Personen profitieren. In diesem Fall ist dies ein gesünderer Lebensstil, der sich in tieferen Gesundheitskosten für alle niederschlägt.

Der Verkehr verursacht Kosten und Nutzen, die sich nicht direkt im Preis für Mobilität niederschlagen – sogenannte externe Kosten und Nutzen. Zu den externen Kosten gehören beispielsweise Schäden an Natur, Klima oder Gebäudefassaden, die durch Abgase verursacht werden. Externe Nutzen umfassen bessere Gesundheit durch körperliche Betätigung im Langsamverkehr.

Externe Kosten und Nutzen des Verkehrs (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Der Verkehr der Zukunft – Verkehrsperspektiven 2050

Anhand verschiedener Szenarien zeigen die Verkehrsperspektiven 2050 auf, wie sich der Verkehr in Zukunft wahrscheinlich entwickeln wird.

Der Verkehr nimmt zwar konstant zu, dank gesellschaftlicher Trends wie Homeoffice und der anhaltenden Urbanisierung jedoch weniger stark als die Bevölkerung. Der Anteil der Strasse am Gesamtverkehr dürfte zugunsten der Schiene sinken, während insbesondere der Güterverkehr stark zunehmen wird.

Verkehrsperspektiven 2050: Entwicklung 2017-2050

Verkehrsperspektiven 2050 (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

19. Juni 2026

Verkehr ’45

Mit dem Projekt «Verkehr ’45» sollen die Kapazitäten auf der Schiene erhöht, Engpässe auf der Nationalstrasse reduziert und Verkehrsprojekte in Agglomerationen gefördert werden.

Weiterführende Informationen

FAQ