Verkehr und Mobilität
Raumentwicklung und Mobilität hängen eng zusammen. Aus diesem Grund kann die Raumentwicklungspolitik mit geeigneten Massnahmen positive Effekte auf die Mobilität ausüben und den zukunftsfähigen Verkehr fördern. Dieses Ziel verfolgt der Bund unter anderem mit dem Programm Agglomerationsverkehr. Um die langfristige Verkehrsentwicklung auch in Zukunft zu garantieren, werden statistische Daten zur Mobilität in der Schweiz und Perspektiven zur künftigen Entwicklung des Verkehrs erhoben.
- Raumentwicklung und Mobilität hängen eng zusammen.
- Um die Verkehrssituation über ihre Grenzen hinweg zu verbessern, erarbeiten Gemeinden und Kantone Agglomerationsprogramme. Der Bund unterstützt diese finanziell.
Agglomerationsprogramme
Um die Verkehrssituation in Agglomerationen und Städten zu verbessern und die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung gut aufeinander abzustimmen, erarbeiten Kantone, Städte und Gemeinden regelmässig Agglomerationsprogramme. Diese bestehen aus einer klaren Vorstellung, einer Strategie zur deren Erreichung und aus konkreten Massnahmen zur Realisierung.
Infofilm: Was ist ein Agglomerationsprogramm? (Youtube ARE)
Für die vierte Generation finanziert der Bundesrat 32 Programme mit rund 1,6 Milliarden Franken mit.
Die Bundesbeiträge fliessen dabei zu je knapp einem Drittel:
- in Projekte des öffentlichen Verkehrs
- in Projekte des motorisierten Individualverkehrs
- in Projekte des Velo- und Fussverkehrs
Das restliche knappe Zehntel der Beiträge fliesst in den Ausbau von Verkehrsdrehscheiben, die den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsträgern vereinfachen.
Das Parlament wird voraussichtlich 2027 entscheiden, welche Programme der 5. Generation der Bund unterstützen soll.
Agglomerationsprogramme 4. Generation (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)
Agglomerationsprogramme 5. Generation (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)
Wie sich die Schweiz bewegt: Der Mikrozensus Mobilität und Verkehr
Das Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung wird alle fünf Jahre vom Bundesamt für Statistik (BFS) und vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) im Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) erhoben. Die Umfrage enthält Fragen zu zurückgelegten Wegen, Fahrzeugen und Abonnementen oder Meinungen über das Verkehrsangebot.
Mikrozensus Mobilität und Verkehr (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Externe Kosten und Nutzen des Verkehrs
Verkehr und Mobilität verursachen verschiedene Kosten und Nutzen, die für die Verkehrsteilnehmenden nicht direkt spürbar sind. Zu solchen verkehrsbedingten Kosten gehören zum Beispiel Schäden an der Umwelt oder der Gesundheit durch Abgase, die beim motorisierten Verkehr entstehen. Getragen werden solche externen Kosten von der Allgemeinheit und zukünftigen Generationen.
Externe Nutzen sind das Gegenteil von externen Kosten. So kann ein bestimmtes Verhalten, beispielsweise Fahrradfahren, einen Nutzen erzeugen, von dem auch andere Personen profitieren. In diesem Fall ist dies ein gesünderer Lebensstil, der sich in tieferen Gesundheitskosten für alle niederschlägt.

Externe Kosten und Nutzen des Verkehrs (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)
Der Verkehr der Zukunft – Verkehrsperspektiven 2050
Anhand verschiedener Szenarien zeigen die Verkehrsperspektiven 2050 auf, wie sich der Verkehr in Zukunft wahrscheinlich entwickeln wird.
Der Verkehr nimmt zwar konstant zu, dank gesellschaftlicher Trends wie Homeoffice und der anhaltenden Urbanisierung jedoch weniger stark als die Bevölkerung. Der Anteil der Strasse am Gesamtverkehr dürfte zugunsten der Schiene sinken, während insbesondere der Güterverkehr stark zunehmen wird.

Verkehrsperspektiven 2050 (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Verkehr ’45
Mit dem Projekt «Verkehr ’45» sollen die Kapazitäten auf der Schiene erhöht, Engpässe auf der Nationalstrasse reduziert und Verkehrsprojekte in Agglomerationen gefördert werden.
