Besuch in Basel und im Berner Jura

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga traf sich am Montagmorgen, 6. April 2020, mit Vertretern des Pharma-Unternehmens Roche, um über den möglichen Einsatz bestehender Medikamente gegen das Coronavirus zu diskutieren. Mit Vertreterinnen und Vertretern des Universitätsspitals Basel und der Regierung des Kantons Basel-Stadt tauschte sich die Bundespräsidentin über die Folgen der Pandemie für das Gesundheitswesen aus.
Am Nachmittag standen beim Besuch von drei KMU im Berner Jura die wirtschaftlichen Herausforderungen im Vordergrund.

 

Im Gespräch mit Roche

Mit Severin Schwan, dem CEO von Roche, und Stefan Frings, Head of Strategy, Portfolio & Clinical Operations Pharma Research, diskutierte die Bundespräsidentin über den möglichen Einsatz existierender Medikamente gegen das Coronavirus. Die Pharmaindustrie habe schnell auf die neue Bedrohung reagiert und arbeite mit Hochdruck an einem Wirkstoff zur Bekämpfung des Virus, sagte Bundespräsidentin Sommaruga.

Treffen mit Fachleuten des Universitätsspitals Basel und einer Delegation der Basler Regierung – Besuch von Corona-Testzentrum

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sprach mit Vertreterinnen und Vertretern des Universitätsspitals sowie der Regierung des Kantons Basel-Stadt über die Pandemie und ihre Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. Dabei ging es auch um die Wirkung der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen. Im Anschluss besuchte Bundespräsidentin Sommaruga das Testzentrum in der Predigerkirche. Hier lassen sich bis zu 400 Menschen pro Tag auf das Corona-Virus testen.

Gelebte Schweizer Werte

Bundespräsidentin Sommaruga lobte das Gesundheitspersonal in der Region Basel, welches trotz der hohen Belastung viel Menschlichkeit zeige. Mit der Aufnahme von Patienten aus dem nahe gelegenen Elsass lebe Basel Schweizer Werte konkret vor. Dafür bedankte sich die Bundespräsidentin im Namen des Bundesrates.

Verhaltensempfehlungen gelten weiterhin

Gegenüber den Medien betonte Bundespräsidentin Sommaruga, nun komme eine Phase der Ungewissheit. Der Bundesrat sei bestrebt, mit den Kantonen die nächsten Schritte zu planen. Die Verhaltensempfehlungen des Bundes werden auch in Zukunft «das Mass aller Dinge bleiben», sagte die Bundespräsidentin.

 

Besuch von KMU im Berner Jura

Am Nachmittag standen Besuche der im Berner Jura angesiedelten Firmen «Zwahlen SA», «Sylvac SA» und «Affolter» auf dem Programm. Die drei KMU produzieren Technologiegüter wie etwa Messgeräte oder Uhrenteile und spüren die Auswirkungen der getroffenen Massnahmen zur Verlangsamung des Virus. So ging einerseits die Nachfrage nach ihren Geräten zurück, andererseits ist die Produktion durch die Einhaltung der Hygienemassnahmen erschwert. Die Firma «Zwahlen SA» musste ihre Produktionsstätte im Tessin z.B. vorübergehend ganz schliessen.

Augenschein vor Ort

Die Bundespräsidentin wollte sich mit einem Augenschein vor Ort darüber informieren, wie die Unternehmer mit dieser schwierigen Situation umgehen. Die Unternehmer zeigten zwar Verständnis für die getroffenen Massnahmen. Doch trotz der getroffenen Unterstützungsmassnahmen durch Bund und Kantone sei die Verunsicherung gross.

Die Bundespräsidentin äusserte Verständnis und versicherte, dass der Bundesrat die getroffenen Massnahmen laufend überprüft und nötigenfalls handelt. Es gebe allerdings keinen Patentrezept, um alle Probleme sofort verschwinden zu lassen.

Rückkehr zur Normalität

Man müsse die aktuelle Situation wohl noch eine Weile ertragen. Wann eine Rückkehr zur Normalität eintrete, sei nach wie vor nicht vorhersehbar. Der Bundesrat arbeite jedoch an Szenarien für die Zukunft. Bis dahin sei es wichtig, sich wie bisher gegenseitig zu unterstützen, nicht aufzugeben und sich weiterhin selbst zu schützen.

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