Gedenken an die Opfer des Holocaust

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga empfing am 19. Januar 2020 in Bern Holocaust-Überlebende zu einem persönlichen Austausch. Mit dabei waren auch Studierende der Uni Bern. Die Zusammenkunft fand im Rahmen des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz statt, die sich am 27. Januar zum 75. Mal jährt. «Die Fehler der Vergangenheit können wir nicht rückgängig machen. Wir können aber daraus lernen, mit offenen Augen und kritischem Blick», betonte Bundespräsidentin Sommaruga in ihrer Botschaft zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

In Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau starben über eine Million Frauen, Männer und Kinder. Und wer dem Tod entrinnen konnte, war von Hunger und Gewalt gezeichnet. Um den Opfern sowie den Überlebenden zu gedenken, die vor 75 Jahren befreit wurden, fand am 27. Januar 2020 in Auschwitz eine Zeremonie statt.  

Treffen mit Holocaust-Überlebenden

In diesem Zusammenhang war es Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ein Anliegen, Holocaust-Überlebende in Bern persönlich empfangen zu können. Dieses Treffen fand am 19. Januar 2020 statt.

Die meisten Menschen wissen durch Zeitungsartikel, durch Memoiren oder Ausstellungen von der menschenverachtenden Politik der Nazis und ihrer Mittäter. Sie wissen auch, dass Überlebende des Holocaust in der Schweiz leben. Und doch droht ihr Schicksal manchmal in Vergessenheit zu geraten. «Es ist mir deshalb ein Anliegen, persönliche Begegnungen zu ermöglichen und so auch die Erinnerung an die unermesslich tragische Zeit wachzuhalten», sagte Bundespräsidentin Sommaruga anlässlich des Treffens. Daran nahmen auch Studierende der Universität Bern teil.  

Gabor Hirsch, Holocaust-Überlebender
Gabor Hirsch, Holocaust-Überlebender: «Ich wünsche eine Welt ohne Kriege, ohne Ausgrenzung, ohne Hunger und dass alle Menschen gleiche Rechte haben sollen.»
© Béatrice Devènes

Gedenkzeremonie in Auschwitz

An der Gedenkzeremonie in Auschwitz vom 27. Januar 2020 nahmen Überlebende, Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter von Organisationen teil, die sich für den Erhalt der Gedenkstätte engagieren. Bundespräsidentin Sommaruga besuchte vorher in Begleitung von zwei Studierenden das Museum Auschwitz-Birkenau.

«Die Fehler der Vergangenheit können wir nicht rückgängig machen. Wir können aber daraus lernen, mit offenen Augen und kritischem Blick», betonte sie in ihrer Botschaft zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. «Die Menschenwürde ist ein kostbares, verletzliches Gut. Sie muss geschützt werden, auch vor staatlicher Gewalt. Jeder Mensch ist einzigartig.»  

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