Tag der Arbeit: Treffen mit Verkaufsmitarbeitenden

Bundesrätin Simonetta Sommaruga begab sich am Vortag des 1. Mai nach Lausanne. Anlässlich des Tags der Arbeit traf sie sich dort mit Verkäuferinnen und Verkäufern sowie Buchhändlerinnen und -händlern. Zur Sprache kamen dabei die bisweilen schwierigen Arbeitsbedingungen im Detailhandel und die Herausforderungen, die das oft an vorderster Front stehende Personal aufgrund der Gesundheitskrise zu bewältigen hatte.

Für Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist der 1. Mai eine Gelegenheit, sich mit Menschen, die in Branchen mit schwierigen und prekären Arbeitsbedingungen tätig sind, zu treffen. So hatte sie in den letzten Jahren beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Altenheims in Neuenburg, eines Kindergartens in Freiburg und einer Baustelle im Wallis besucht.

Berufe im Wandel

Bei ihrem Besuch in Lausanne machte Bundesrätin Simonetta Sommaruga in einer grossen Buchhandlung Halt, wo sie sich mit den Angestellten über deren Arbeitsbedingungen unterhielt. Während der ersten Corona-Welle hatten die Buchhandlungen schliessen müssen, was zu einem starken Wachstum des Online-Handels führte und das Personal mit tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Beruf konfrontierte.

Anschliessend sprach Simonetta Sommaruga mit rund zehn Mitarbeitenden eines Schweizer Grossverteilers. Durch die Pandemie kam es im Detailhandel zu einschneidenden Veränderungen, an die sich die Angestellten laufend anpassen mussten. In einigen Fällen mussten sie länger arbeiten, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, und sich dabei gleichzeitig mit Kundinnen und Kunden auseinandersetzen, die sich zum Teil nur widerwillig an die sanitären Massnahmen hielten.

GAVs zum Schutz der Angestellten

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buchhandlung und des Warenhauses, denen die Bundesrätin einen Besuch abstattete, unterstehen einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der die Einhaltung von Standards garantiert. Mehr als die Hälfte der rund 300 000 Beschäftigten im Detailhandel (der zweitgrössten Branche in der Schweiz) verfügen jedoch über keinen solchen GAV.

Im Detailhandel sind die Arbeitszeiten oft lang und unregelmässig, die Löhne dagegen tief. Bis zur Gleichberechtigung ist es zudem noch ein weiter Weg. Denn obwohl in dieser Branche hauptsächlich Frauen tätig sind, werden die Führungspositionen überwiegend von Männern besetzt.

Ganz allgemein ist für Bundesrätin Simonetta Sommaruga klar, dass die gegenwärtige Krise Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen am härtesten getroffen hat. Viele dieser Arbeitsplätze sind jedoch für das reibungslose Funktionieren unserer Gesellschaft unerlässlich. Simonetta Sommaruga setzt sich daher für Gleichberechtigung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein.

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