AlpinSolar-Projekt

Die grösste alpine Solaranlage der Schweiz befindet sich an der Muttsee-Staumauer im Glarnerland. Am 8. Oktober 2021 hat sie erstmals Strom produziert. Bundesrätin Simonetta Sommaruga war beim Start dabei. «Es ist ein zukunftsweisendes Projekt, weil hier vor allem für den Winter produziert wird, wenn wir verstärkt einheimischen Strom brauchen», sagte sie in ihrer Rede.

© David Biedert
08.10.2021

AlpinSolar-Anlage: Start Stromproduktion

Rede von Bundesrätin Simonetta Sommaruga anlässlich der Eröffnung der Solaranlage AlpinSolar, Linthal

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Die Solaranlage auf 2'500 Metern über Meer an der Muttsee-Staumauer des Pumpspeicherwerks Limmern wird von der Axpo und dem Basler Energieversorger IWB realisiert. In den letzten Monaten haben Spezialisten rund 5'000 Solarmodule an der Staumauer montiert. Dank ihrer alpinen Lage und der Ausrichtung nach Süden wird die Anlage rund die Hälfte ihrer Produktion während des Winterhalbjahres liefern.

Der Start der Stromproduktion erfolgte im Beisein von Bundesrätin Sommaruga. «In den letzten zehn Jahren wurde in der Schweiz viel zu wenig in die Stromproduktion investiert. Man hat sich vor allem auf den Import verlassen», sagte sie in ihrer Rede. «Unsere Nachbarländer brauchen aber selbst mehr Strom, weshalb wir die Produktion bei uns ausbauen müssen. Alpinsolar ist ein zukunftsweisendes Projekt, weil hier vor allem für den Winter produziert wird, wenn wir verstärkt einheimischen Strom brauchen.»

Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen so festzulegen, dass Investoren Planungs- und Investitionssicherheit haben. Und da sei einiges im Gange. Vor einer Woche hat das Parlament eine Revision des Energiegesetzes verabschiedet, die Bundesrätin Sommaruga dem Bundesrat vor zwei Jahren vorgelegt hat. «Das Tempo ist erfreulich. Die Revision regelt das Fördersystem für die erneuerbaren Energien bis 2030.» Sie ist der erste Teil einer grossen Gesetzesrevision, die der Bundesrat im Juni dem Parlament unterbreitet hat. Nun ist auch der zweite Teil im Parlament, der nebst einer strategischen Energiereserve auch einen Winterzuschlag vorsieht. «Das Thema Versorgungssicherheit ist in der Politik definitiv angekommen.»

Die neue Solaranlage wird im August 2022 vollständig in Betrieb gehen. Die Axpo und IWB haben sie im Rahmen einer Partnerschaft realisiert: Denner wird während 20 Jahren den alpinen Solarstrom übernehmen.

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