Arbeitsbesuch in Indien

Bundesrätin Simonetta Sommaruga traf sich am 21. Oktober 2019 anlässlich des Arbeitsbesuchs in Indien mit dem Minister für Elektrizität und erneuerbare Energien, dem Minister für Zivilaviatik sowie dem Eisenbahnminister. Die indische Regierung will die Bahn stärken und ist an einer engeren Kooperation mit der Schweiz interessiert. Die UVEK-Vorsteherin lancierte die damit verbundenen Arbeiten – und eröffnete das von der Schweizer Botschaft organisierte Swiss Railtech Networking Forum. Der Arbeitsbesuch diente zudem dazu, Energie- und Umwelt-Projekte zu besichtigen. Bundesrätin Sommaruga wurde von einer Delegation von Schweizer Unternehmern begleitet. 

 

Video: Impressionen und Statement

Delhi: Swiss Railtech Networking Forum

Bundesrätin Sommaruga eröffnete das von der Schweizer Botschaft organisierte Swiss Railtech Networking Forum. In ihrer Rede knüpfte sie an die in beiden Ländern weit zurückreichende Eisenbahntradition an. Das Swiss Railtech Networking Forum fand am Vorabend der grössten Eisenbahnmesse Asiens statt.

Bundesrätin Sommaruga sagte in ihrer Rede: «Zurzeit sind Nationalismus und Protektionismus vielerorts auf dem Vormarsch. Wir dagegen wollen die Chancen ergreifen, die sich durch Offenheit und Zusammenarbeit eröffnen.»  

Delhi: Offizielle Gespräche

In Delhi standen die offiziellen Gespräche auf dem Programm: Mit dem Minister für Elektrizität und erneuerbare Energien, Raj Kumar Singh, sprach die UVEK-Vorsteherin über den Umbau des Energiesystems. Die Schweiz hat beschlossen, die Energieeffizienz zu verbessern, die erneuerbaren Energien zu stärken und so die Abhängigkeit von fossilen Energien zu senken. Das dient auch der Klimapolitik. Indien investiert ebenfalls in den Ausbau der erneuerbaren Energie und hat eines der weltweit grössten Solarprogramme lanciert.

Bundesrätin Sommaruga traf sich zudem mit Eisenbahnminister Piyush Goyal. Die indische Regierung will die Bahn stärken und ist an innovativen Technologien, gutem Rollmaterial und Knowhow interessiert, etwa für die Elektrifizierung von Bahnlinien, die Modernisierung der Bahnhöfe und um Betrieb und Fahrpläne zu optimieren. Die Schweiz hat da viel zu bieten. Eine engere Zusammenarbeit lohnt sich daher für beide Seiten: Die Schweizer Exportindustrie profitiert – das sichert Arbeitsplätze in der Schweiz.

Im Gespräch mit dem Minister für Zivilaviatik, Hardeep Singh Puri thematisierte die UVEK-Vorsteherin die Entwicklung im Drohnen-Bereich und die von der Schweiz gemachten Erfahrungen mit einer risikobasierten Regulierung.

Coimbatore: CapaCITIES-Programm und Besuch einer Reisfarm

In Coimbatore besichtigte Bundesrätin Sommaruga eine Biogas-Anlage und ein Wasser- Management-Projekt. Die Schweiz unterstützt die Stadt bei der Abfall- und Wasserbewirtschaftung. Beide Projekte wurden im Rahmen des CapaCITIES-Programms der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) realisiert.

Anschliessend besuchte Bundesrätin Sommaruga eine Reisfarm der Universität von Tamil Nadu. Dank geobasierten Daten können die Reisbauern auf klimabedingte Extreme wie Dürre und Regen rasch reagieren, und die Versicherungen erhalten die nötigen Angaben, um Schäden zu decken.  

Bangalore: Besuch eines Innovationszentrums und Debatte zu Green Finance

Bundesrätin Sommaruga besuchte in Bangalore ein Innovationszentrum der ABB sowie die Solaranlagen, die den Flughafen mit Strom versorgen. Sie nahm zudem an einer zusammen mit Swiss Re organisierten Debatte zu Green Finance teil. Dabei ging es um die Frage, wie klimagerechte Investitionen begünstigt und Umweltrisiken gesenkt werden können. Bundesrätin Sommaruga betonte in der Debatte zu Green financing: «Die Begrenzung der Erwärmung auf unter 1,5 °C bedingt eine Dekarbonisierung von Energieproduktion, Gebäuden und Verkehr. Die Finanzmärkte spielen dabei eine wichtige Rolle.»

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