Ministererklärung zum Güterverkehr auf der Schiene

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und ihr deutscher Amtskollege Andreas Scheuer unterzeichneten am 22. Mai 2019 in Leipzig eine Ministererklärung zum Güterverkehr auf der Bahn. Diese konkretisiert, wie auf den NEAT-Zulaufstrecken in Deutschland genug Kapazitäten gesichert werden, bis die Rheintalstrecke zwischen Basel und Karlsruhe auf vier Spuren ausgebaut ist.

Dank dem Bau der neuen Eisenbahntunnels am Lötschberg, Gotthard und Ceneri gibt es ab Ende 2020 eine durchgehende Flachbahn durch die Alpen. Damit die Transporteure die damit verbundenen Verbesserungen voll ausschöpfen können, müssen auch auf den Zulaufstrecken die nötigen Kapazitäten gesichert sein. Bundesrätin Simonetta Sommaruga nutzte den Besuch des Internationalen Transportforums (ITF) in Leipzig, um mit dem deutschen Amtskollegen Andreas Scheuer über die Förderung des Schienengüterverkehrs auf der Nord-Süd-Achse zu sprechen und eine Ministererklärung zu unterzeichnen.

Unterzeichnung der Ministererklärung

Die Ministererklärung zeigt auf, wie mit kleinere Ausbauten der Infrastruktur (z.B. im Knoten Offenburg), sowie Verbesserungen beim Fahrplan und der Abwicklung des Güterverkehrs, etwa beim Wechsel des Lokpersonals, genug Kapazitäten gesichert werden können. «Dank der in der Ministererklärung verankerten Massnahmen können wir für den Güterverkehr genug Kapazitäten schaffen», sagte Bundesrätin Sommaruga bei der Unterzeichnung. «Das freut mich sehr. Wir stärken so die Verlagerungspolitik der Schweiz.»

Qualität und Pünktlichkeit

An einem von der Schweiz und Deutschland organisierten Treffen, das danach stattfand, erörterten Vertreter der Bahn-Korridorländer Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Luxemburg und der Schweiz sowie der EU-Kommission, der Bahnen und Infrastrukturbetreiber, wie Qualität und Pünktlichkeit des Schienengüterverkehrs erhöht werden können. Verspätete Züge verursachen hohe Kosten und schmälern die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn. Bundesrätin Sommaruga wies darauf hin, dass alle Akteure – Bahnen, Verlader, Terminal- und Infrastrukturbetreiber – ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. Die Teilnehmer einigten sich darauf, die Anstrengungen zur Vereinfachung des grenzüberschreitenden Verkehrs weiter voranzutreiben. Aktuell laufen dazu unter anderem Arbeiten für einheitliche Rollmaterial-Zulassungen auf europäischer Ebene.  

Bundesrätin Sommaruga beim Besuch von «Noah’s Train»

Auf Initiative der europäischen Güterbahnen bemalten Street Art-Künstler im Hinblick auf die Weltklimakonferenz vom Dezember 2018 in Katowice einen Zug mit Tiermotiven. Dieser machte seither Halt in Wien, Berlin, Paris, Brüssel und Rom – und traf am 22. Mai 2019 in Leipzig ein. Er rollt nun in andere europäische Länder weiter. «Noah’s Train» steht für den Klimaschutz und die Verlagerung der Güter auf die Schiene. 

 
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