Ein Samstag im Tessin

Am Samstag, dem 2. Mai, reiste Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ins Tessin. Es war ihr ein grosses Anliegen, sich unmittelbar vor Aufhebung des «Krisenfensters», welches zur Bewältigung der Pandemie auf der Alpensüdseite geöffnet worden war, mit dem Tessiner Staatsrat zu treffen. Zudem nutzte sie die Reise, um sich mit den Mitarbeitenden des Paketzentrums der Post in Cadenazzo sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Tourismusbranche auszutauschen.

 

Das Tessin, Vorreiterkanton bei der Pandemiebekämpfung

Das Tessin war vom Coronavirus besonders stark betroffen. Bei der Bekämpfung der Pandemie nahm der Südkanton denn auch eine Vorreiterrolle ein. Es war der Bundespräsidentin daher ein grosses Anliegen, am Tag vor der Lockerung der Schutzmassnahmen zusammen mit dem Tessiner Staatsrat eine Standortbestimmung vorzunehmen. Im Rahmen der äusserst fruchtbaren Gespräche wurden auch die Lage an der Grenze zu Italien sowie der Verkehr erörtert.

Angesichts des rasch herannahenden Sommers wollte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga auch erfahren, wie die Tourismusbranche die Situation einschätzt. Mit einem Anteil von etwa 11% des BIP ist der Fremdenverkehr ein wichtiger Pfeiler der Tessiner Wirtschaft. Zwar dürften zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer ihre nächsten Ferien im der Schweiz verbringen und dabei auch die Schönheit der südlichen Landesteile geniessen. Aber wie es um die Gäste aus dem Ausland steht, lässt sich zurzeit kaum abschätzen.

Bei dieser Gelegenheit unterhielt sich die Bundespräsidentin auch mit Marco Solari, dem Präsidenten des Filmfestivals Locarno. Das bedeutendste Filmfestival der Schweiz, welches jedes Jahr Tausende Kinoliebhaber ins Tessin lockt, kann dieses Jahr nicht stattfinden. Eine virtuelle Ausgabe des Festivals ist in Vorbereitung.

Wertschätzung für die Mitarbeitenden der Post

In ihrer Funktion als Vorsteherin des UVEK liess Simonetta Sommaruga es sich nicht nehmen, dem neuen Paketzentrum der Post in Cadenazzo einen Besuch abzustatten. Mit der Inbetriebnahme dieses neuen Zentrums, in dem pro Stunde 8000 Pakete sortiert werden können, hat die Post ihre Kapazitäten insgesamt deutlich ausgebaut.

Im Anschluss an die Besichtigung der Anlage in Begleitung des Konzernleiters der Post, Roberto Cirillo und des gesamten Tessiner Staatsrats, nahm sich die Bundespräsidentin Zeit für die Mitarbeitenden. Im Gespräch mit ihnen wollte sie insbesondere erfahren, wie die Belegschaft die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeistert hat. Sie würdigte damit den unermüdlichen Einsatz der Post-Mitarbeitenden in der ganzen Schweiz.

Paketzentrum Cadenazzo
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