Tag der Arbeit: Bundesrätin Sommaruga im Gespräch mit Kita-Mitarbeitenden

Bundesrätin Simonetta Sommaruga besuchte am 1. Mai 2019 die Kinderkrippe «L’arche des enfants / D’Chinderarche» in Fribourg, um Einblick zu erhalten in den Alltag und die Arbeitsbedingungen der Betreuerinnen und Betreuer. Politik und Gesellschaft seien in der Pflicht, für gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlöhnung der Mitarbeitenden zu sorgen, betonte Bundesrätin Sommaruga anlässlich des Besuchs in der Kinderkrippe. 

 
Kinderkrippe Fribourg 2
© UVEK

Die Kinderkrippe «L’arche des enfants / D’Chinderarche» wurde 2011 eröffnet. Sie bietet 42 Plätze an, aufgeteilt in drei Altersgruppen. Wie in den meisten Krippen, werden die Kinder von diplomierten Fachpersonen, Jugendlichen in Ausbildung sowie von Praktikantinnen und Praktikanten betreut. Zum Krippenteam gehören auch drei junge Männer.

Nach einem Rundgang durch die Krippe sprach Bundesrätin Sommaruga mit den Mitarbeitenden über ihre Aus- und Weiterbildung, die Arbeitsbedingungen und ihre Entlöhnung. Beim Gespräch ging es zudem um die Bedeutung, welche die Kinderkrippen für viele Eltern haben, um Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können.

«Die Kinderkrippen tragen eine grosse Verantwortung. Sie leisten Tag für Tag einen enormen Einsatz, damit sich die ihnen anvertrauten Kinder geborgen fühlen und altersgerecht gefördert werden können», sagte Bundesrätin Sommaruga bei ihrem Besuch in Fribourg. «Es ist darum wichtig, dass die Kinderkrippen genug qualifizierte Betreuerinnen und Betreuer anstellen und sie gut entlöhnen können.» Politik und Gesellschaft seien in der Pflicht, bei den Mitarbeitenden von Kinderkrippen für gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlöhnung zu sorgen. Dies gelte auch für andere, höchst verantwortungsvolle Berufe wie Hebammen oder Krankenpflegerinnen, die ebenfalls besonders häufig von Frauen ausgeübt würden.

Die meisten Kita-Mitarbeitenden machen nach der Schule ein Praktikum und absolvieren dann eine Lehre als Fachperson Betreuung. Angesichts des Kostendrucks in den Krippen spielen Praktika landesweit nach wie vor eine grosse Rolle. Nach Angaben von Kibesuisse – dem Verband Kinderbetreuung Schweiz – weist weniger als die Hälfte des Personals einen einschlägigen Berufsabschluss auf. Die Fachverbände engagieren sich daher schon seit längerem dafür, dass mehr Betreuerinnen und Betreuer ausgebildet werden.

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