Tag der Arbeit: Treffen mit Rangierarbeitern

Am Vortag des 1. Mai traf sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Bahnhof Bern mit Rangierarbeitern der SBB. Sie sprach mit ihnen über die teils beschwerlichen Arbeitsbedingungen und die Veränderungen, die mit der Automatisierung im Bahnbereich verbunden sind.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga trifft sich am 1. Mai jeweils mit Menschen, die in Branchen mit schwierigen oder prekären Arbeitsbedingungen tätig sind. Es ist ihr wichtig, sich vor Ort zu informieren und mit den Mitarbeitenden persönlich über ihre Arbeitsbedingungen zu sprechen. So hat sie in den letzten Jahren Verkaufsangestellte sowie Buchhändlerinnen und Buchhändler in Lausanne, die Belegschaft eines Altersheims in Neuenburg, die Mitarbeitenden einer Kindertagesstätte in Freiburg sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf einer Baustelle im Wallis besucht.

Dieses Jahr war es Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein Anliegen, sich mit Angestellten auszutauschen, die im Bereich der UVEK-Themen tätig sind. Sie entschied sich für eine Berufsgruppe, ohne die die Schweiz buchstäblich stillstehen würde, die oft Schwerarbeit leistet und die gerne vergessen wird, solange die Züge pünktlich fahren und die Waren rechtzeitig eintreffen: das Rangierpersonal. Bundesrätin Sommaruga traf sich am Vortag des 1. Mai mit drei davon in Bern.

BRSO Rangierspezialist
© Keystone SDA

Berufe im Wandel

Bremsen lösen, Wagen trennen und rangieren, Züge für die Abfahrt vorbereiten und technische Kontrollen an Zugskompositionen durchführen: Dies sind nur einige der Aufgaben des Rangierpersonals. Die Arbeit ist anspruchsvoll, körperlich sehr anstrengend und findet meistens im Freien statt – im Sommer wie im Winter.

Gearbeitet wird fast rund um die Uhr. Mit ihrem Einsatz leistet das Rangierpersonal auch einen Beitrag zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene – und damit für die Stärkung des Klimaschutzes.

Der Rangierberuf steht vor grossen Veränderungen. Dafür sorgt insbesondere die baldige Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK). Bei einigen Mitarbeitenden ist die Angst vor einem Stellenabbau spürbar. Gleichzeitig dürfte dieser Innovationsschritt die körperliche Belastung des Personals reduzieren und dazu führen, dass künftig noch mehr Güter anstatt auf der Strasse mit der Bahn transportiert werden.

Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen

Als überzeugte Bahnfahrerin drückte Bundesrätin Sommaruga dem Rangierpersonal und allen Mitarbeitenden, die im Hintergrund für einen pünktlichen und sicheren Schienenverkehr sorgen, ihren Dank aus.

Zahlreiche teils beschwerliche Tätigkeiten sind für das reibungslose Funktionieren unserer Gesellschaft unerlässlich. Simonetta Sommaruga setzt sich daher für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein.

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