Bundesrätin Leuthard mit Umweltminister Finnlands zusammengetroffen

Bern, 07.05.2014 - In Helsinki hat Bundesrätin Doris Leuthard heute Arbeitsgespräche mit dem Umweltminister sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der finnischen Regierung geführt. Im Vordergrund standen dabei die Energiestrategien der beiden Länder sowie klimapolitische Fragestellungen.

Die UVEK-Vorsteherin tauschte sich mit Marja Rislakki, der Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums, und mit Esa Härmälä, dem Generaldirektor für Energiefragen, über die Energiestrategien ihrer beiden Länder aus. Wie der Bundesrat so will auch die finnische Regierung im Rahmen der 2013 beschlossenen Energie- und Klimastrategie den Anteil fossiler Energiequellen senken und die Energieeffizenz erhöhen. Die Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise sind für beide Länder zentrale Punkte; in Finnland ganz besonders aufgrund der geografischen Lage und des hohen Anteils energieintensiver Industrien. Eine wichtige Rolle für eine nachhaltigere Energiezukunft spielen in Finnland Kraft-Wärme-Koppelungs- und Fernwärmesysteme sowie Kooperation und Marktintegration.

Bundesrätin Leuthard informierte ausserdem über den Stand der Verhandlungen zu einem Stromabkommen mit der EU, während Staatssekretärin Rislakki die Umsetzung der EU-Energiepolitik erläuterte. Zur Sprache kam auch die Akzeptanz der Öffentlichkeit für grosse Infrastrukturanlagen. In Finnland unterstützt eine Mehrheit der Bevölkerung den Bau neuer Kernkraftwerke und eines Endlagers für radioaktive Abfälle. UVEK-Vorsteherin Leuthard erläuterte das Auswahlverfahren der Schweiz zur Bestimmung des Standorts für ein solches Tiefenlager.

Beim Treffen mit Umweltminister Ville Niinistö wurde über den Klimawandel, Biodiversität, Abfälle, Chemikalien, die Grüne Wirtschaft sowie über den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen diskutiert. Finnland wie die Schweiz engagieren sich gleichermassen für eine engere Zusammenarbeit bei den weltweit geltenden Konventionen über Abfälle und Chemikalien, die Stärkung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen sowie für eine bessere Umweltverträglichkeit bei der Produktion und beim Konsum von Gütern. Die beiden Minister kamen überein, die bereits enge Zusammenarbeit in den Bereichen Klimapolitik und Cleantech weiter zu vertiefen.

Schliesslich traf Bundesrätin Leuthard mit Minna Kivimäki, der Generaldirektorin des finnischen Verkehrsministeriums, zusammen. Gesprochen wurde unter anderem über Nachhaltigkeit und mögliche Preissysteme bei der Mobilität sowie die Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien für den Transportsektor.


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