Coronavirus: Bund setzt Wissenschaftliches Beratungsgremium ein

Bern, 31.03.2020 - Der Bund will das Potenzial der Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft in der aktuellen Krise noch stärker nutzen und gemeinsam mit ihr den besten Ansatz zur Bewältigung der Pandemie finden. Dafür setzt er eine Science Task Force ein, in der die ganze Hochschullandschaft mit Forscherinnen und Forschern vertreten ist.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie COVID-19 ist die Schweiz mit enormen Herausforderungen im Gesundheitswesen konfrontiert. Die Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft hat ein hohes Potenzial, den Ausgang dieser Krise positiv zu beeinflussen, sei es durch Forschung, Bildung oder Wissenstransfer. Die Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft möchte zur Bewältigung der Krise beitragen und ihre Kompetenz im Bereich von Wissenschaft und Forschung den zuständigen politischen Behörden auf Ebene Bund und Kantone effizient zur Verfügung zu stellen.

Vor diesem Hintergrund haben der Krisenstab des Bundesrates zur Bewältigung der Corona Krise (KSBC), das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine wissenschaftliche Science Task Force einberufen. Diese vom Präsidenten des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), Matthias Egger, geleitete «Swiss National COVID-19 Science Task Force» soll den Gesamtbundesrat, den Departementsvorsteher des EDI sowie die zuständigen Stellen des Bundes und der Kantone beratend unterstützen. Dabei bestehen die Mitglieder der Science Task Force nicht aus institutionellen Vertretungen, sondern aus in relevanten Fachgebieten ausgewiesenen Expertinnen und Experten der schweizerischen Hochschul- und Forschungslandschaft.

Die «Swiss National COVID-19 Science Task Force» hat namentlich folgende Aufgaben:

  • Beratung von Politik und Behörden, um die politischen Behörden und Entscheidungsträger bei der Entscheidungsfindung im Kontext von COVID-19 wissenschaftlich zu unterstützen. Auf Bundesebene sind dies insbesondere das EDI / BAG, der Krisenstab KSBC sowie WBF/ SBFI. In Absprache und Abstimmung mit diesen Behörden steht die Science Task Force auch kantonalen Behörden für Anfragen und Beratungen zur Verfügung.
  • Identifizierung von Forschungsthemen, bei denen die Schweizer Wissenschaft rasch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Bekämpfung von Covid-19 leisten kann. Hierbei geht es u.a. auch um die fachliche Beratung des SBFI bei der Vorbereitung einer Sondermassnahme über das Förderinstrument Nationale Forschungsprogramme (NFP).
  • Identifizierung von Spezialmassnahmen im Bereich der Innovationsförderung mit dem Ziel, aus Schweizer Wissenschafts-Know-how rasch Produkte oder Dienstleistungen hervorbringen und damit wesentlich zur Bekämpfung von Covid-19 beitragen zu können.

Die Science Task Force nutzt eine kürzlich im ETH-Bereich gegründete Initiative und bindet Initiativen und Kompetenzen des SNF und von swissuniversities sowie der Akademien ein. Die koordiniert zu bearbeitenden Themenkreise betreffen u.a. die Diagnostik, die klinische Versorgung bzw. Forschung, die Kontaktverfolgung mittels zu entwickelnder und zu validierender neuartiger digitaler Anwendungen sowie Fragen im Bereich Ethik und Recht.

Die vorgesehenen Arbeiten werden über das reguläre Budget der Organisationen finanziert. Dabei können für umfassendere Expertisen Aufträge vergeben werden. Wo immer möglich sollen in erster Linie reguläre Förderinstrumente der Forschung und Innovation genutzt werden.


Adresse für Rückfragen

Bundesamt für Gesundheit BAG, Medien und Kommunikation +41 58 462 95 05, media@bag.admin.ch
Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, medien@sbfi.admin.ch


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