Pre-COP in Mailand: Bundesrätin Sommaruga setzt sich für griffigen Klimaschutz ein

Bern, 03.10.2021 - Am 2. Oktober 2021 ist in Mailand die Konferenz zur Vorbereitung der 26. UN-Klimakonferenz von Glasgow (COP26) zu Ende gegangen. An der sogenannten Pre-COP hat eine ausgewählte Gruppe von Staaten politische Lösungsansätze für die offenen Verhandlungspunkte der COP26 besprochen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich für griffige Regeln bei der Umsetzung des weltweiten Klimaschutzes eingesetzt.

Die Pre-COP in Mailand markiert das letzte grosse Klimatreffen der Staaten unter dem Pariser Übereinkommen vor der 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26). Die COP26 findet vom 31. Oktober bis 12. November 2021 in Glasgow statt und dient der Umsetzung des 2015 beschlossenen Klima-Übereinkommens.

Anlässlich des Treffens in Mailand hat Bundesrätin Sommaruga mehrere bilaterale Gespräche geführt, unter anderem mit John Kerry, dem Sonderbeauftragten für Klimaschutz der USA. Beide sind sich einig, dass die Staaten angesichts der fortschreitenden weltweiten Erderwärmung nicht weiter «business as usual» betreiben können, sondern dass sie konsequente Klimaschutzmassnahmen umsetzen müssen.

Ein wichtiger Punkt für die Schweiz ist, dass Emissionsreduktionen, die ein Land mit Klimaschutzprojekten im Ausland erzielt, nicht doppelt - dem Geber und dem Empfängerland - angerechnet werden können. Wenn sich zwei Länder dieselben Emissionsverminderungen anrechnen lassen können, halbiert das faktisch die Bestrebungen für den Klimaschutz. Glasgow dürfe aber nicht für halbe Sachen im Klimaschutz stehen, so Bundesrätin Sommaruga.Diese Haltung hat sie auch in den Gesprächen mit dem COP26-Präsidenten Alok Sharma und Frans Timmermans, dem Kommissar für Klimaschutz der Europäischen Union, eingebracht.

Weiter hat sich die UVEK-Vorsteherin für eine effiziente und gerechte Finanzierung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern eingesetzt. Die Schweiz erwartet, dass alle Staaten nach ihren Möglichkeiten jene Länder unterstützen, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Auch die Wirtschaft soll ihren Beitrag dazu leisten.

Gemeinsamer Zeitrahmen für die Klimaziele

Auch wichtig für die Schweiz ist die Frage, für welche Zeitdauer die Länder ihre Klimaziele formulieren. Verschiedene Staaten halten 5 Jahre für zweckmässig, andere 10 Jahre. COP26-Präsident Alok Sharma hat deshalb Bundesrätin Sommaruga zusammen mit der Umweltministerin Ruandas, Jeanne d‘Arc Mujawamariya, beauftragt, eine Lösung zu finden, auf die sich die Länder einigen können. Die Schweiz engagiert sich aufgrund der eigenen Verletzlichkeit stark in den Verhandlungen. Steigt die Erderwärmung weltweit um 2 Grad, droht dem Alpenland Schweiz ein deutlich höherer Temperaturanstieg. In der Vergangenheit hat sich dieser Effekt klar gezeigt.


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