Nationales Treffen der Gemeinde- und Stadtpräsidentinnen

Bern, 11.06.2022 - Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am 11. Juni die Stadt- und Gemeindepräsidentinnen der Schweiz zu einem gemeinsamen Treffen nach Bern eingeladen. Das Treffen war eine Premiere. Rund 160 Präsidentinnen sind der Einladung gefolgt und haben in Gesprächen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht und sich über die Regionen hinweg vernetzt.

In Stadt- und Gemeindepräsidien wird wertvolle Arbeit für die Bevölkerung geleistet. Greifen alle Räder gut ineinander, dann sind die Finanzen im Gleichgewicht, es können Infrastrukturen den Bedürfnissen entsprechend ausgebaut und instandgehalten und es können Arbeitsplätze angesiedelt werden. Neben solchen längerfristigen Herausforderungen haben Stadt- und Gemeindepräsidentinnen auch kurzfristig dringende Probleme zu bewältigen. Sie müssen beispielsweise wegen des Ukraine-Kriegs derzeit rasch Unterkünfte für Geflüchtete finden, den Schulbesuch für ukrainische Kinder ermöglichen oder auch soziale Hilfestellung leisten.

Die grossen Herausforderungen an der Spitze von Städten und Gemeinden standen im Zentrum der Gespräche der rund 160 anwesenden Präsidentinnen anlässlich des Treffens in Bern. Bundesrätin Simonetta Sommaruga war früher Mitglied einer Exekutive auf Gemeindeebene, sie würdigte aus dieser Erfahrung heraus die Arbeit der Frauen: «Was in Städten und Gemeinden gut gedeiht, wirkt sich auf das ganze Land aus. Denn sie sind die Basis der Schweiz. Umso wichtiger ist es, dass auch dort Frauen aktiv mitgestalten.»

In der Schweiz gibt es knapp 2150 Gemeinden. Gemäss einer Erhebung des Gemeindeverbands aus dem Jahr 2020 sitzt in rund 350 Gemeinden eine Frau an der Spitze. Das entspricht etwa 16 Prozent. Diese 16 Prozent sind relevant und übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion. Sie leben vor, wie Frauen erfolgreich mitgestalten und Einfluss nehmen. Im Nationalrat sowie im Bundesrat ist der Anteil der Frauen deutlich höher. «In Gemeinden liegt entsprechend viel weibliches Potenzial brach», betonte Bundesrätin Sommaruga. «Potenzial, das wir ausschöpfen sollten, für das Land, für unsere Zukunft und für die ganze Bevölkerung.» 


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