175 Jahre Eisenbahn

Die erste Bahnstrecke der Schweiz – die «Spanisch-Brötli-Bahn» – führte von Zürich nach Baden. Sie wurde vor 175 Jahren eröffnet. Danach baute unser Land das Bahnnetz stetig aus. Die Bevölkerung kann sich heute dank diesen Investitionen und den guten Verbindungen von Postauto, Tram, Bus, Schiff und Seilbahn auf einen starken öffentlichen Verkehr verlassen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga wies am Jubiläumsanlass auf die grosse Bedeutung der Bahn für den Zusammenhalt des Landes hin. Der Ukraine-Krieg führe zudem vor Augen, welch wichtige Rolle die Bahn auch für die Sicherheit und Versorgung der Menschen spiele.

Am 9. August 1847 wurde mit der «Spanisch-Brötli-Bahn» von Zürich nach Baden die erste Schweizer Bahnstrecke eingeweiht. Ihre Bezeichnung geht gemäss Überlieferung auf eine Badener Brot- Spezialität zurück. Betrieben wurde die Strecke von der Schweizerischen Nordbahn. Die Eröffnung der «Spanisch-Brötli-Bahn» markiert den Anfang des Eisenbahnzeitalters der Schweiz.

Jubiläums-Anlass am 9. August

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und weitere Gäste fuhren zur Erinnerung daran 175 Jahre später mit einem historischen Zug von Baden nach Zürich. Sie betonte in ihrer Rede, welche grosse Bedeutung die Bahn für den Zusammenhalt in unserem Land hat. «Die Bahn sorgt zusammen mit Bus, Tram und Postauto dafür, dass alle Regionen unseres Landes gut erschlossen sind. Unsere Bevölkerung kann sich sowohl in den Städten als auch in den ländlichen Regionen auf den öffentlichen Verkehr verlassen.». Die frühe Elektrifizierung habe ebenfalls zur Beliebtheit der Bahn in der Schweiz beigetragen. Der Krieg führe jetzt zudem vor Augen, wie wichtig die Bahn auch für die Sicherheit und Versorgung der Menschen sei.

09.08.2022

175 Jahre Eisenbahn in der Schweiz

Rede von Bundesrätin Simonetta Sommaruga in Zürich Altstetten im Rahmen der Bahn-Jubiläumsfeier

Der Bund und die Eisenbahn

Die ersten Bahnen entstanden bei uns auf private Initiative. Sie konnten mit einer Konzession der betroffenen Kantone ihren Betrieb aufnehmen. Vorgaben des Bundes gab es zunächst nur zu technischen Fragen. Der Bund erhielt später mehr Kompetenzen, um ein sinnvolles nationales Netz zu gewährleisten und die im erbitterten Konkurrenzkampf stehenden Privatbahnen zu beaufsichtigen. Aufgrund eines Volksentscheids von 1898 übernahm ab 1902 die neu gegründete SBB die grössten Bahngesellschaften sowie kleinere Privatbahnen. Mit der Verstaatlichung ging die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Bahn an den Bund über.

Videos zu aktuellen Investitionen in den öffentlichen Verkehr

Aus Anlass des Jubiläums «175 Jahre Eisenbahn» zeigen wir in Videos Beispiele von aktuellen Investitionen in den öffentlichen Verkehr.

Die Transkripte der Videos sind unterhalb der Videos verlinkt.

Öffentlicher Verkehr im Dienst der Bevölkerung

Die Schweiz hat sich seither zu einem Bahnland par excellence entwickelt: Nirgends sonst in Europa fährt die Bevölkerung so oft mit dem Zug: Wir haben eines der dichtesten Eisenbahnnetze und mit dem Gotthard-Basistunnel auch den längsten Tunnel der Welt.

Die Bevölkerung kann sich heute dank den Investitionen in die Bahn und den guten Postauto-, Tram-, Bus-, Seilbahn- und Schiffverbindungen auf einen starken öffentlichen Verkehr verlassen. Er sorgt dafür, dass die Pendlerinnen und Pendler rasch zur Arbeit kommen und alle Regionen unseres Landes gut erschlossen sind. Allein im Regionalverkehr geht es um 1400 Linien. Auch für die Freizeit spielt der öffentliche Verkehr eine wichtige Rolle.

Die Schweiz hat ihre Bahnen früh elektrifiziert und von Dampfloks Abschied genommen. Sie ist seit langem klimafreundlich unterwegs. Der Bund will sie weiter stärken. Dazu gehören neben der finanziellen Unterstützung und dem weiteren Ausbau zum Beispiel bessere Nachtzugverbindungen, vereinfachte Zulassungsverfahren fürs Rollmaterial, eine weitere Lärmreduktion bei Güterwagen und ein kundenfreundlicheres internationales Ticketing.

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