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Veröffentlicht am 9. Dezember 2014

Klimakonferenzen der UNO

Seit der Errichtung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Jahr 1988 weisen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Bedeutung einer erheblichen Reduktion der (durch menschliche Aktivitäten verursachten) Treibhausgasemissionen hin.

Der jüngste Bericht bestätigt die Ergebnisse früherer IPCC-Berichte: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den immer häufiger auftretenden Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Starkniederschlägen und Trockenphasen. Ohne Einschnitte beim Ausstoss von Treibhausgasen werden diese Ereignisse weiter zunehmen, warnen die IPCC-Forscherinnen und -Forscher.

IPCC-Report: Climate Change 2023 (auf Englisch)

Die Grafik zeigt die fünf Schlüsselmomente der Klimakonferenzen seit 1990: Rio 1992: An der Konferenz von Rio wurde das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen angenommen, das seither von fast allen Staaten ratifiziert worden ist. Kyoto 1997 / 2005: Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 verabschiedet, ist aber erst 2005 in Kraft getreten. Es verpflichtet die Industrieländer (mit Ausnahme der USA, die diese Urkunde nicht ratifiziert haben) zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen. Kopenhagen 2009: 2009 einigten sich die Staaten zwar darauf, dass das Klima gegenüber der vorindustriellen Zeit um maximal zwei Grad wärmer werden darf. Die dafür nötige Halbierung der CO₂‑Emissionen beschlossen sie aber nicht. Das Ziel eines verbindlichen Abkommens für die ganze Welt wird verfehlt. Cancún 2010: In Cancún wurde das Ziel bekräftigt, noch vor Ende 2011 zu einem Abkommen über die Weiterführung des 2012 auslaufenden Kyoto‑Protokolls zu gelangen. Auch wurde beschlossen, den Klimafonds Green Climate Fund sowie Mechanismen gegen die Entwaldung in den Entwicklungsländern zu schaffen. Paris 2015: Im Dezember 2015 verabschiedeten 195 Länder ein für alle Staaten rechtlich bindendes Klimaschutz‑Abkommen. Es bezweckt, den globalen Anstieg der Temperaturen auf klar weniger als 2 Grad zu begrenzen.

Klimakonferenz von Paris: Die Erwärmung betrifft uns alle

195 Ländern haben an der COP 21 ein für alle Staaten rechtlich bindendes Abkommen verabschiedet. Es bezweckt, den globalen Anstieg der Temperaturen auf klar weniger als 2 Grad zu begrenzen.

Website United Nations (auf Englisch)

Engagement der Schweiz

Zwischen 2008 und 2020 gab das Kyoto-Protokoll (Klimaschutz-Abkommen) verbindliche Reduktionsziele vor. Die Schweiz traf unter anderem folgende Massnahmen zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls:

  • Das CO2-Gesetz (im Jahr 2000)
  • Die CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen (seit 1. Januar 2008).
  • Die CO2-Verordnung, die am 1. Januar 2013 in Kraft getreten ist. Sie ermöglicht es, einen Drittel der Einnahmen aus der CO2-Abgabe für die Sanierung von Gebäuden einzusetzen.
  • Den Klimarappen. Mit dem Ertrag des seit 2006 auf Benzin erhobenen Klimarappens wird der Kauf von in- und ausländischen Emissionszertifikaten finanziert und damit ein Beitrag zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele geleistet.
     

Ab 2020 wurde das Kyoto-Protokoll durch das Übereinkommen von Paris (Pariser Klimaabkommen) ersetzt. Die Schweiz verpflichtete sich mit dem Beitritt zu diesem Abkommen dazu, ihren Treibhausgas-Ausstoss bis ins Jahr 2030 gegenüber 1990 mindestens zu halbieren. Dieses Ziel will die Schweiz unter anderem mit dem im Juni 2023 angenommenen Klima- und Innovationsgesetz erreichen. Es sieht vor, den Umstieg von fossilen auf klimafreundliche Heizungen zu erleichtern und Investitionen in klimafreundliche Technologien zu unterstützen. Die Schweiz strebt bis 2050 netto null Emissionen an.

Vergangene Klimakonferenzen (Auszug)

Weiterführende Informationen

Zuständiges Bundesamt

Bundesamt für Umwelt BAFU
Internationales: Klima