Kernenergie-Gipfel und IEA-Ministerkonferenz der Internationalen Energieagentur (IEA)
Am 10. März 2026 vertrat Bundesrat Albert Rösti die Schweiz am zweiten Kernenergie-Gipfel in Paris. An diesem internationalen Treffen stand die zivile Nutzung der Kernkraft angesichts der grossen Herausforderungen in den Bereichen Energie, Klima und Souveränität im Zentrum. Am 18. und 19. Februar 2026 hatte Bundesrat Rösti an der Ministerkonferenz der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris teilgenommen.
Kernenergie-Gipfel
Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron trafen sich am 10. März 2026 in Paris Staats- und Regierungsoberhäupter, Leiterinnen und Leiter internationaler Organisationen und Finanzinstitutionen, Fachpersonen aus der Industrie sowie Fachpersonen zum zweiten internationalen Gipfel zur Kernenergie. Er wurde in enger Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) organisiert. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Rolle der Kernkraft bei der Energiewende, die Finanzierungsbedingungen für Kernenergieprojekte sowie Innovationen und Technologien der neuen Generation. Ferner wurden die Sicherheit der Brennstoffversorgung, die Entsorgung radioaktiver Materialien und Abfälle sowie die Entwicklung der für den Bau und Betrieb von Kraftwerken erforderlichen Kompetenzen und Lieferketten diskutiert.
Rolle der Kernenergie
Bundesrat Albert Rösti: «Die Sicherheit der Energieversorgung ist für unser Land von zentraler Bedeutung. Vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung und der steigenden Stromnachfrage ist die Kernenergie ein wichtiger Pfeiler für kohlenstoffarme Energiesysteme. Sie trägt zu einer sicheren, zuverlässigen und kontinuierlichen Stromversorgung bei.»
Technologieoffenheit
Bundesrat Rösti betonte weiter, wie wichtig für die Schweiz die internationale Zusammenarbeit unter gleichzeitiger Wahrung der nationalen Souveränität sei. «Dank dieser Zusammenarbeit bleibt die Schweiz offen für verschiedene Technologien und kann so die Energieversorgung des Landes langfristig sichern», erklärte er abschliessend.
Medienmitteilung vom 10. März 2026
Kernenergie-Gipfel 2026 (Website der IAEA; auf Englisch)
Le Sommet pour le nucléaire vante l'indépendance pour rallier les Etats (19h30, RTS, 10.03.2026)
Ministerkonferenz der Internationalen Energieagentur (IEA)
Bundesrat Albert Rösti traf an der IEA-Ministerkonferenz vom 18. bis 19. Februar 2026 seine Amtskolleginnen und -kollegen aus den 32 Mitgliedstaaten. Nebst den neuesten Entwicklungen der Energiemärkte und energiepolitischen Strategien war die Rolle der Kernenergie im Energiemix ein Schwerpunktthema. Aber auch die Versorgungssicherheit, die Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit von Energie sowie die langfristige Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe wurden besprochen.
Kernenergie
Am ersten Tag der Ministerkonferenz stand das Thema Kernenergie im Mittelpunkt. Kurz- und mittelfristig setzt die Schweiz auf den Ausbau erneuerbarer Energien (Wasserkraft, Solarkraft und Wind). Um die langfristige Versorgung zu sichern oder zu erhöhen, hält der Bundesrat die Option neuer Kernkraftwerke offen; darüber entscheidet das Volk im Rahmen der Revision des Kernenergiegesetzes.
Versorgungssicherheit
Bei den Gesprächen am zweiten Tag der Ministerkonferenz war die Versorgungssicherheit ein Schwerpunkt. Eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten ist unverzichtbar, da die Schweiz bei der Gasversorgung als Transitland zwischen Frankreich, Deutschland und Italien fungiert.
«Die Versorgungssicherheit ist für die Schweiz das A und O. Deshalb treiben wir den Ausbau der erneuerbaren Energien entschlossen voran, halten aber gleichzeitig die Option für neue Kernkraftwerke offen. Im Verbund mit unseren europäischen Nachbarn und einer technologieoffenen Politik sichern wir die Energieversorgung langfristig», so Bundesrat Albert Rösti.
Medienmitteilung vom 17. Februar 2026
IEA-Ministerkonferenz (Website IEA; auf Englisch)






