Energiestrategie 2050

Windrad vor Bergkulisse
Die zentralen Pfeiler der Energiestrategie: Zubau von Wasserkraft und „neuen“ erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz.

Die Stromversorgung soll langfristig gesichert werden. Die politische Grundlage dazu bildet die Energiestrategie 2050.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Bundesrat und Parlament 2011 im Grundsatz entschieden, schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen: Die bestehenden fünf KKW sollen am Ende ihrer sicherheitstechnischen Laufzeit abgeschaltet und nicht durch neue KKW ersetzt werden.

Dieser Entscheid, aber auch das veränderte internationale Marktumfeld und neue Energietechnologien erfordern einen Umbau des Schweizer Energiesystems. Das Parlament hat dazu am 30. September 2016 das erste Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 verabschiedet. Dieses umfasst Massnahmen, um die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien auszubauen.

Dazu gehören z.B. eine verstärkte, aber auch marktnähere finanzielle Förderung der erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse sowie mehr Fördergelder für energetische Gebäudesanierungen. Zudem sollen die Behörden in den Bewilligungsverfahren für grosse Wasser- und Windkraftanlagen das nationale Interesse an diesen Anlagen grundsätzlich gleich stark gewichten, wie etwa den Natur- und Heimatschutz, welcher ebenfalls im nationalen Interesse liegt. Mit einer separaten Gesetzesvorlage (Strategie Stromnetze) wird ausserdem der Aus- und Umbau der Stromnetze beschleunigt.

In einer zweiten Etappe der Energiestrategie 2050 will der Bundesrat das bestehende Fördersystem durch ein Lenkungssystem ablösen. Er hat dem Parlament im Herbst 2015 einen entsprechenden Entwurf eines Verfassungsartikels zur Beratung überwiesen.

Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie»

Abgelehnt: 45,8% Ja | 54,2% Nein

Am 27. November 2016 wurde die Atomausstiegsinitiative abgelehnt. Sie verlangte, den Bau neuer KKW zu verbieten und die Laufzeit der bestehenden KKW zu begrenzen. Der Bundesrat hatte das Begehren zur Ablehnung empfohlen, da er sich für einen Ausstieg aus der Kernenergie ausspricht, der mit dem Ausbau der einheimischen erneuerbaren Energien Schritt hält.

Dossier

Prioritäten

Stromverbrauch senken, -angebot verbreitern, -importe beibehalten, -netze ausbauen und Energieforschung verstärken

Übersicht der Massnahmen

Konkrete Massnahmen der Botschaft zur Energiestrategie

Energieeffizienz

Den Energieverbrauch senken und gleichzeitig die Klimaerwärmung bekämpfen und die Abhängigkeit vom Ausland verringern

Erneuerbare Energien

Sonne, Holz, Biomasse, Wind, Geothermie und Umgebungswärme haben neben Wasser einen wachsenden Anteil an der Energieversorgung der Schweiz.

Kernenergie

Im Mai 2011 hat der Bundesrat den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen: Die bestehenden Kernkraftwerke sollen am Ende ihrer Betriebszeit stillgelegt und nicht durch neue ersetzt werden.

Fragen und Antworten

Kann die Schweiz ihren Strombedarf künftig ohne Kernkraftwerke decken? Wieviel Strom braucht die Schweiz heute und 2050? Hier finden Sie einen Katalog mit Fragen und Antworten zum Energiepaket 2050.

Chronologie

Die Chronologie der bisherigen Entscheide bzgl. Energiestrategie 2050.

Medienmitteilungen

Die Medienmitteilungen des Bundes zu den wichtigsten Entscheiden bzgl. der Energiestrategie 2050

Grafiken zur Energiewelt

Verbrauch und Produktion, Preise, Strommix, die Entwicklung bis heute sowie Prognosen in Bezug auf die Energiestrategie 2050.

Energiestrategie 2050 auf Video

Die Energiestrategie des Bundesrats in drei Kurzvideos anschaulich erklärt: Wie die Energieeffizienz gesteigert werden kann, die erneuerbaren Energien gefördert und Forschung und Innovation einen Beitrag leisten.

Medien

Medienmitteilungen

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Reden

Reden Bundesrätin Doris Leuthard

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Zuständiges Bundesamt

Bundesamt für Energie BFE
Thema Energiestrategie 2050

https://www.uvek.admin.ch/content/uvek/de/home/energie/energiestrategie-2050.html