Auf dem Weg zur Weltklimakonferenz in Glasgow

2021 ist ein wichtiges Jahr für die internationale Klimapolitik. Nach zweijähriger coronabedingter Pause findet im schottischen Glasgow vom 1. bis 12. November die 26. Weltklimakonferenz der UNO «COP26» statt.  

Ohne wirksame Gegenmassnahmen auf internationaler Ebene steuert die Welt gemäss den Vereinten Nationen auf eine globale Erwärmung von etwa drei Grad bis Ende des Jahrhunderts zu. Damit würde das Ziel des Pariser Übereinkommens von 2015 verfehlt. Darin haben sich 189 Staaten und die EU zur Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet. Dies mit dem Ziel, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Auch die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Sie engagiert sich im Vorfeld der COP26 mit aller Kraft dafür, dass die Konferenz ein Erfolg wird. Die Schweiz strebt einheitliche und griffige Regeln an, die für alle Länder gelten. Bei den Verhandlungen konzentriert sich die Schweiz auf Verbesserungen in drei Bereichen: Sie will erstens erreichen, dass Treibhausgasemissionen, die ein Land im Ausland vermindert, nicht doppelt (dem Geber- und Empfängerland) angerechnet werden können. Zweitens will die Schweiz die Investitionen insbesondere auch in den Klimaschutz in Entwicklungsländern stärken. Und drittens sollen alle Staaten Strategien entwickeln, um bis 2050 klimaneutral zu werden.

Klima-Pre-COP in Mailand

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Jeanne d‘Arc Mujawamariya, Umweltministerin von Ruanda
Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Jeanne d‘Arc Mujawamariya, Umweltministerin von Ruanda
© UVEK

Bundesrätin Simonetta Sommaruga weilte vom 30. September bis 2. Oktober am Vorbereitungstreffen für die UNO-Klimakonferenz. Die Schweiz hat sich in Mailand unter anderem dafür eingesetzt, dass Treibhausgasemissionen, die Staaten mit Klimaschutzprojekten im Ausland vermindern, nicht beiden Staaten angerechnet werden. Die Klimaabkommen der Schweiz mit Peru, Ghana und Senegal zeigen, dass gute Lösungen im Interesse der Schweiz und des jeweiligen Landes möglich sind. Die Schweiz und hiesige Unternehmen können dank diesen Klimaabkommen einen grösseren Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten, als durch nationale Massnahmen allein möglich wäre. Ein weiterer offener Punkt vor der grossen Klimakonferenz in Glasgow im November ist die Frage, für welchen Zeitpunkt jedes Land seine Klimaziele formulieren will. COP26-Präsident Alok Sharma hat Bundesrätin Sommaruga und Jeanne d’Arc Mujawamariya, die Umweltministerin Ruandas, beauftragt, Lösungen zu finden. Die beiden Ministerinnen prüfen derzeit, wie sich die Klimaziele der Staaten zeitlich besser aufeinander abstimmen lassen. Sie haben dazu in Mailand Konsultationen mit den wichtigsten Ländern durchgeführt.

Videokonferenz über die Koordination von Umweltzielen

07.09.2021

Klimaschutz: Bundesrätin Sommaruga leitete Gespräche zu internationalen Klimazielen

Am 7. September 2021 haben rund vierzig Umweltministerinnen und –minister über die Frage diskutiert, ob alle Länder in Zukunft ihre Klimaziele zeitlich besser koordinieren können. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat diese internationalen Gespräche zusammen mit der ruandischen Umweltministerin Jeanne d’Arc Mujawamariya im Rahmen einer Videokonferenz geleitet. Alok Sharma, der Präsident der 26. UN-Klimakonferenz, hat die beiden Umweltministerinnen damit beauftragt, vor der COP26 eine Lösung zu suchen. Die Vorschläge sollen Ende September an der Pre-COP in Mailand vorgestellt werden, die der Vorbereitung auf die COP26 dient.

Gespräch mit der Umweltministerin von Ruanda, Jeanne d‘Arc Mujawamariya

Gespräch mit John Kerry

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich am 5. August 2021 mit John Kerry ausgetauscht, dem von US-Präsident Joe Biden ernannten Sonderbeauftragten für Klima. Im Zentrum des virtuellen Gesprächs stand der globale Klimaschutz. Für beide Länder ist ein internationaler Effort gegen die fortschreitende Klimaerwärmung elementar.

Ministerial Climate Meeting in London

Bundesrätin Sommaruga hat am 25. Juli 2021 am Ministerial Climate Meeting in London teilgenommen. Anlässlich des Treffens hat sie bilaterale Gespräche mit Alok Sharma, dem Präsidenten der COP26 sowie dem norwegischen Klima- und Umweltminister Sveinung Rotevatn geführt.

Bundesrätin Sommaruga wird sich bis zur COP26 gemeinsam mit der Umweltministerin von Ruanda, Jeanne d‘Arc Mujawamariya, dafür engagieren, dass alle Länder ihr Klimaziel für das gleiche Jahr formulieren. Alok Sharma hat die beiden Ministerinnen gebeten, sich auf ministerieller Ebene hierzu einzubringen.  

12. Petersberger Klimadialog

https://www.uvek.admin.ch/content/uvek/de/home/uvek/bundesraetin-simonetta-sommaruga/anlaesse/auf-dem-weg-zur-cop26.html