Abstimmung über die Änderung des Raumplanungsgesetzes
Die Schweizer Stimmbevölkerung hat sich am 3. März 2013 für die Revision des Raumplanungsgesetzes ausgesprochen. Damit kann die Zersiedelung gebremst werden. Die Revision stoppt Landverschleiss, gewährleistet eine kompaktere Siedlungsentwicklung und hält die Schweiz als Wohn- und Arbeitsort attraktiv.
Das folgende Dossier enthält die im Hinblick auf die Abstimmung erarbeiteten Unterlagen und wird nicht mehr aktualisiert (Stand vom 3. März 2013).
Aktuelle Informationen zum Thema:
Revisionen des Raumplanungsgesetzes (UVEK)
Die Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes erfolgt Schritt für Schritt.
Boden ist ein knappes Gut
In der Schweiz wird aufgrund des Bevölkerungswachstums, dem steigenden Bedarf an Wohn-, Gewerbe- und Infrastrukturflächen sowie veränderter Lebensgewohnheiten rege gebaut. Dadurch geht Kulturland verloren. Inzwischen wird jährlich eine Fläche von der Grösse des Murten- oder des Walensees verbaut. Da Boden nicht unbeschränkt verfügbar ist, braucht es einen haushälterischen Umgang damit. Die folgenden Fotos zeigen, wie stark die Beanspruchung des Bodens seit den 1950er und 1960er Jahren bis heute in der Schweiz zugenommen hat.

Wichtigste Punkte
Die Revision des Raumplanungsgesetzes bekräftigt, dass Bauzonen dem voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre zu entsprechen haben. Wo sie viel grösser sind, müssen sie verkleinert werden. Wo absehbar ist, dass die Bevölkerung wächst und sich neue Unternehmen ansiedeln, können auch neue Bauzonen geschaffen werden. Bauzonen massvoll festzulegen ist wichtig, weil zu grosse Reserven eine lockere Besiedlung begünstigen. Dies erhöht den Bodenverbrauch, beeinträchtigt die Landschaft und verursacht einen hohen Aufwand, um diese Gebiete mit Strassen, Wasser-, Strom- und Abwasserleitungen zu erschliessen.
Bundesrat befürwortet Änderung
Warum der Bundesrat die Revision des Raumplanungsgesetzes befürwortet
Die Revision des Raumplanungsgesetzes garantiert einen sorgsameren Umgang mit dem Boden, eine kompaktere Siedlungsentwicklung und hält die Schweiz als Wohn- und Arbeitsort attraktiv. Sie hilft den Gemeinden, Bauland besser verfügbar zu machen. Heute ist zwar oft Bauland vorhanden, wird aber gar nicht genutzt – etwa weil die Parzellen zu zersplittert sind. Mit der Revision lässt sich dies ändern: Sie erleichtert den Abtausch von Bauland und verhindert zudem, dass dem Markt Bauland an gesuchten Lagen entzogen und der Bodenpreis dadurch in die Höhe getrieben wird.

Chronologische Aspekte
Sie finden hier zwei illustrierte Grafiken mit den wichtigsten chronologischen Wegmarken zum Raumplanungsgesetz (RPG).
Fragen und Antworten zur Revision des Raumplanungsgesetzes
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Revision des Raumplanungsgesetzes
SRF / admin.ch, 07.01.2013-08.02.2013
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