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Veröffentlicht am 4. August 2026

Grundsätze der Raumentwicklungspolitik

Der Schweizer Boden ist unter Druck. Durch die wachsende und immer mobilere Bevölkerung sowie die räumlichen Ansprüche der Wirtschaft steigt der Bedarf an Flächen für das Wohnen und Arbeiten sowie für Verkehrsinfrastrukturen. Die beanspruchte Siedlungsfläche nimmt nach wie vor zu. Pro Sekunde geht rund ein Quadratmeter Landwirtschaftsfläche verloren.

Luftbild Andermatt
  • Hauptzweck der Schweizer Raumentwicklungspolitik ist die nachhaltige Nutzung des Bodens.
  • Konkret soll weniger Boden überbaut werden, um die Landschaft zu schonen und die Schweiz als Wohn- und Arbeitsort attraktiv zu halten.
  • Dieses Ziel verfolgt der Bund auf Basis der gesetzlichen Grundlagen und mithilfe von Sachplänen oder dem Raumkonzept Schweiz.

Raumplanungsgesetz

Der Bund reagiert mit dem Raumplanungsgesetz auf die aktuelle Entwicklung. Es bremst Landverschleiss, zu grosse Bauzonen werden verkleinert und bestehende Baulandreserven besser genutzt. Das garantiert eine kompaktere Siedlungsentwicklung, schont die Landschaft und hält die Schweiz als Wohn- und Arbeitsort attraktiv.

Bauen ausserhalb der Bauzonen (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Revision Raumplanungsgesetz - 2. Etappe (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

15.10.2025
Bundesrat verabschiedet revidierte Raumplanungsverordnung

Raumkonzept Schweiz

  • Wie und wo wollen wir in Zukunft wohnen und arbeiten?
  • Wo soll Energie produziert werden und der Verkehr fliessen?
  • Und wo gibt es Raum für die Natur, die Erholung und die Landwirtschaft?

Das Raumkonzept Schweiz ist ein Orientierungsrahmen und eine Entscheidungshilfe für die künftige Raumentwicklung der Schweiz. Es wurde von allen Staatsebenen gemeinsam entwickelt und bis 2026 aktualisiert.

Separate Website zum Raumkonzept Schweiz

Raumkonzept Schweiz (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Konzepte, Sachpläne und Richtpläne

Die Konzepte und Sachpläne nach Artikel 13 des Raumplanungsgesetzes (RPG) stellen die wichtigsten Raumplanungsinstrumente des Bundes dar. Sie ermöglichen ihm, seiner Planungs- und Abstimmungspflicht im Bereich der raumwirksamen Tätigkeiten umfassend nachzukommen. Zudem helfen sie ihm, den immer komplexeren räumlichen Problemstellungen bei der Erfüllung seiner raumwirksamen Aufgaben gerecht zu werden.

Konzepte und Sachpläne (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Das Instrument des kantonalen Richtplanes ist mit dem Raumplanungsgesetz (RPG) vom 22. Juni 1979 eingeführt worden. Der Richtplan ist das zentrale Steuerungsinstrument der Kantone. Seine Hauptaufgabe ist die Abstimmung der bedeutsamen raumwirksamen Tätigkeiten aller staatlichen Ebenen im Hinblick auf die anzustrebende Entwicklung. Die kantonalen Richtpläne werden durch den Bundesrat genehmigt. Mit der Revision des RPG in Kraft seit Mai 2014 wurde die Rolle des Richtplans im Bereich der Siedlungsentwicklung präzisiert und verstärkt.

Richtpläne (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Nachhaltige Entwicklung

Die nachhaltige Entwicklung ist als Staatszweck in der Bundesverfassung verankert und wird seit 1997 durch die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Bundesrats gesteuert. Ziel ist es, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Interessen ausgewogen zu berücksichtigen und eine kohärente Politik auf Bundesebene zu fördern.

Nachhaltige Entwicklung (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

19. Juni 2026

Verkehr ’45

Mit dem Projekt «Verkehr ’45» sollen die Kapazitäten auf der Schiene erhöht, Engpässe auf der Nationalstrasse reduziert und Verkehrsprojekte in Agglomerationen gefördert werden.

Weiterführende Informationen

FAQ

Kontakt

Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
Bundeshaus Nord
3003 Bern