Argumentarium zur Zweitwohnungsinitiative

Das nachstehende Argumentarium erläutert den Standpunkt des Bundesrates und legt die Gründe dar, weshalb die Landesregierung empfiehlt, am 11. März 2012 NEIN zu stimmen.

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Ausgangslage

Zweitwohnungen werden häufig von Familien genutzt, um Ferien zu machen. In den Schweizer Tourismusregionen erhöhen sie das Bettenangebot. Auch Berufstätige, die ihren Arbeitsplatz in Städten oder Agglomerationen haben, nutzen unter der Woche häufig Zweitwohnungen. Zweitwohnungen beanspruchen aber auch zusätzliche Flächen und tragen so zur Zersiedelung der Landschaft bei. Sie führen zudem zu höheren Immobilienpreisen, was es Einheimischen erschweren kann, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Handlungsbedarf ist breit anerkannt: Es gilt, mit dem Boden haushälterisch umzugehen und Sorge zur Landschaft zu tragen.

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Die Abstimmungsvorlage im Detail

In der Schweiz gibt es heute rund 500 000 Zweitwohnungen. Das entspricht rund 12 Prozent des gesamten Wohnungsbestands. Stark verbreitet sind Zweitwohnungen in den klassischen Tourismusgebieten der Kantone Graubünden, Wallis, Tessin, Bern und Waadt. Die Nachfrage nach Zweitwohnungen ist gross. Der Bau von Zweitwohnungen trägt allerdings auch zur Zersiedelung der Landschaft bei. Oft werden sie über das Jahr hinweg zudem nur wenig genutzt, man spricht deshalb auch von «kalten Betten».

Bundeshaus

Bundesrat lehnt Initiative ab

Dem Bundesrat ist es ein grosses Anliegen, dass zur Landschaft Sorge getragen wird. Ihm ist auch bewusst, dass in gewissen Gebieten bis jetzt noch zu wenig dafür getan wurde. Die Initiative ist aber der falsche Weg, um unerwünschte Auswüchse im Zweitwohnungsbau zu unterbinden.

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