Klimaschutz: Simonetta Sommaruga am Klima-Treffen von John Kerry

Bern, 23.04.2021 - Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat heute am Roundtable des US-Sondergesandten für das Klima, John Kerry, teilgenommen. Das Treffen fand anlässlich des «Leaders Summit on Climate» statt, zu welchem US-Präsident Joe Biden 40 Staatsoberhäupter eingeladen hatte. Bei den Gesprächen ging es um die verstärkten Klimaziele der grössten Volkswirtschaften sowie die Vorteile, die sich aus den Klimaschutzmassnahmen ergeben. Bundesrätin Sommaruga begrüsst das neue Klimaziel der USA. Sie wies am Roundtable zudem darauf hin, dass sich die Schweiz für die kommende UNO-Klimakonferenz COP26 griffige Marktregeln für Klimaschutzprojekte im Ausland erhofft. Dies dient dazu, den Schutz der Umwelt und Menschenrechte sicherzustellen.

Auf Einladung von US-Präsident Joe Biden fand am 22.und 23. April der virtuelle «Leaders Summit on Climate» statt. Für die Schweiz nahm Bundesrätin Simonetta Sommaruga am 23. April am Roundtable-Treffen teil, das vom US-Sondergesandten für das Klima, John Kerry, geleitet wurde. Wichtiges Thema der Gespräche waren die wirtschaftlichen Vorteile des Klimaschutzes. Durch die Abkehr von Öl, Gas und anderen fossilen Energien und die Stärkung innovativer Technologien sowie der erneuerbaren Energien entstehen zahlreiche neue Arbeitsplätze.

Die USA verkündeten am Treffen ihr neues Klimaziel. Sie wollen bis 2030 die Treibhausgase im Vergleich zu 2005 um 50-52 Prozent reduzieren und bis 2050 das Netto-Null-Ziel erreichen. Bundesrätin Sommaruga begrüsste den Wiedereintritt der USA in das Pariser Übereinkommen. Sie würdigte deren neues Klimaziel und bekräftigte die Wichtigkeit ehrgeiziger Klimaziele aller Staaten. Die Schweiz setzt zur Stärkung des Klimaschutzes auf das CO2-Gesetz, über das die Stimmbevölkerung am 13. Juni abstimmt. Es beruht auf Anreizen, Innovation und dem technologischen Fortschritt und schafft so Aufträge und Arbeitsplätze mit Zukunft.

Bundesrätin Sommaruga kam ausserdem auf die kommende UNO-Klimakonferenz COP26 zu reden. Sie betonte, dass es griffige Regeln für die Marktmechanismen unter dem Pariser Übereinkommen braucht, damit bei Klimaschutzprojekten im Ausland Naturschutz und Menschenrechte respektiert und die doppelte Zählung von erzielten Emissionsverminderungen verhindert werden. Die Schweiz hat im Herbst 2020 mit Peru und Ghana wegweisende Klimaschutzabkommen abgeschlossen, welche die Einhaltung dieser Kriterien sicherstellen.

Zum Klimagipfel eingeladen waren die 40 Staats- und Regierungschefs der Länder mit dem grössten Treibhausgasausstoss sowie einzelner besonders ambitionierter oder durch den Klimawandel besonders gefährdeter Länder.


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