Bisheriges Engagement

Kantone und Gemeinden

Planung, Bau und Betrieb von Velowegen ist Aufgabe der Strasseneigentümer und somit in erster Linie der Kantone und Gemeinden. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Veloverkehrs wurde in den letzten Jahren in Velowege und dazu gehörende Infrastrukturen investiert. 23 von 26 Kantonen haben heute eine Velo- oder Langsamverkehrsfachstelle, die sich um velospezifische Aufgaben in den Bereichen Politik, Strategie, Netzplanung, Konzeption Infrastruktur, Signalisation, Koordination und Kommunikation kümmert. Gesamtschweizerisch wurden für Veloinfrastrukturen 2010 gemäss Statistik der Kosten und der Finanzierung des Verkehrs (KFV-Statistik) rund 423 Millionen Franken ausgegeben.

Bund

Der Bund hat mit den Agglomerationsprogrammen ein Instrument geschaffen, das es den Kantonen, Städten und Gemeinden ermöglicht, die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung gut aufeinander abzustimmen und die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur gemeinsam zu planen. Der Bund unterstützt dabei ausgewählte Verkehrsprojekte mit Beiträgen von mindestens 30 bis maximal 50 Prozent der Investitionskosten. Verkehrsprobleme und Fragen der Siedlungsentwicklung bedingen eine Betrachtung, die über die Gemeindegrenzen hinausgeht. Die Agglomerationsprogramme enthalten neben Massnahmen für Bus, Tram und Autos auch Massnahmen für den Langsamverkehr, da dieser dazu beiträgt, das Verkehrswachstum zu bewältigen. Dem Langsamverkehr kommt insbesondere in dicht besiedelten Gebieten eine wichtige Rolle zu, da er im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln wenig Fläche braucht.

Tourismus und Velo-Organisationen

Velofahren ist wie Wandern bei den Schweizerinnen und Schweizern sehr beliebt. Rund 40 Prozent der Bevölkerung fahren in ihrer Freizeit Velo. Dies auch dank des Angebots von SchweizMobil, dem nationalen Netzwerk für den Langsamverkehr für Freizeit und Tourismus, das in Zusammenarbeit mit Bund, Kantonen und Tourismusorganisationen im Rahmen von «Veloland Schweiz» und «Mountainbikeland Schweiz» Routenangebote konzipiert, die unter www.schweizmobil.ch und per App zugänglich sind. Das Angebot umfasst gesamtschweizerisch ca. 11 000 Kilometer Velolandrouten sowie 9200 Kilometer Mountainbike-Routen.

Auch der Verband «Pro Velo Schweiz» setzt sich schon seit vielen Jahren auf allen Ebenen für die Interessen der Velofahrenden ein. Die Aktion «Bike to Work» etwa will im Frühling jedes Jahr schweizweit Pendlerinnen und Pendler dazu animieren, ihren Arbeitsweg mit dem Velo zurückzulegen.

Konkrete Beispiele

In der Romandie und im Tessin gibt es verschiedene Projekte zur Förderung des Veloverkehrs. Beispielsweise fördert die Stadt Genf in Zusammenarbeit mit dem Kanton die Erweiterung des Velowegnetzes und die Sicherheit für Velofahrende. Der Kanton Tessin hat im Rahmen seiner Velo-strategie mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt und die gesetzlichen Grundlagen geschaffen, damit das kantonale Veloroutennetz um 245 Kilometer erweitert werden kann.

Die Programme zur Veloförderung umfassen im Allgemeinen sowohl infrastrukturelle Verbesserungen auf Velowegen und bei Parkierungsanlagen als auch velospezifische Dienstleistungen und Informationskampagnen. Diese Massnahmen führen vor allem dort zu einer Verlagerung aufs Velo, wo sie mit verkehrsberuhigenden Massnahmen im Strassenverkehr kombiniert werden.

Zwei Velofahrer fahren auf der Velobrücke.
Abbildung: Fuss- und Veloverkehrsbrücke Monte Carasso – Bellinzona (TI)
Zwei Velofahrerinnen haben gleich die Velobrücke "Pont sur la Birse" überquert.
Abbildung: Velobrücke «Pont sur la Birse», Loveresse – Valbirse (BE)
Die Velobrücke führt über die Autobahn.
Abbildung: Velobrücke Wankdorf, Bern-Ittigen

Passerella ciclopedonale ai Saleggi, Bellinzona

  • Sichere Rad- und Fussverbindung über die Kantonsstrasse
  • Bundesbeitrag rund 600 000 Franken
Drei Bäume mit der Velobrücke im Intergrund.

Rote Meile in Naters

  • Mehrfach ausgezeichnete (Flâneur d’Or, Prix Velo Infrastruktur) Fuss- und Veloweg auf ehemaligem Bahntrassee
  • Bundesbeitrag rund 880 000 Franken
Vorher: Die Bahnlinie führt durch die Gemeinde; Nachher: ein roter Radweg führt durch die Gemeinde.

Velostation Délémont

  • Bundesbeitrag rund 600 000 Franken
Eingang der Velostation.

Passerelle Maillefer Lausanne

  • Neue Verbindung zwischen Bellevaux und Le Mont-sur-Lausanne
  • Bundesbeitrag rund 200 000 Franken
Die Holzbrücke mit dem Wald im Intergrund.

Passerelle du Millénaire Neuenburg

  • Fuss- und Veloverkehrsverbindung zwischen dem Bahnhof und dem Quartier Bel-Air
  • Bundesbeitrag rund 300 000 Franken 
Die Velobrücke führt zu einem Wohngebiet.

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Generalsekretariat
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK

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CH-3003 Bern

Tel.
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Zuständiges Bundesamt

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