Glossar zur Raumplanung

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Bauzonen

Als Bauzonen werden Flächen bezeichnet, auf denen gebaut werden darf. Bauzonen sollen dafür sorgen, dass möglichst kompakt an einem Ort und nicht verstreut gebaut wird.

Einzonung und Auszonung

Gemeindegebiet, das nicht für die Bebauung vorgesehen ist, gehört in der Regel entweder zur Landwirtschaftszone oder zu einer Schutzzone. Ist ein solches Gebiet neu für eine Überbauung vorgesehen, so wird es der Bauzone zugeteilt. Man spricht dann von Einzonung. Umgekehrt spricht von Auszonung, wenn Land, das für eine Bebauung vorgesehen ist, aus der Bauzone herausgelöst und beispielsweise wieder der Landwirtschaftszone zugeteilt wird.

Nutzungsplan

Jede Gemeinde muss einen Nutzungsplan (auch Zonenplan genannt) erstellen und dem Kanton zur Genehmigung unterbreiten. Im Nutzungsplan sind unter anderem die Bauzonen festgelegt, die für Wohnen, Arbeiten und weitere Nutzungen wie Schulen oder Sportplätze vorgesehen sind. Für die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer ist der Nutzungsplan verbindlich.

Richtplan

Der kantonale Richtplan enthält verbindliche Vorgaben für die Entwicklung von Siedlungen und Verkehrsinfrastrukturen sowie für den Schutz und die Nutzung der Landschaft (Text und Karte). Er regelt auch die Planung von grösseren Bauvorhaben wie Freizeit- oder Einkaufszentren. Die kantonalen Richtpläne werden von den Bundesbehörden geprüft und vom Bundesrat genehmigt.

Siedlungsentwicklung nach innen

Vorhandene Siedlungsflächen können besser genutzt werden, indem z.B. bestehende Häuser aufgestockt, auf Grundstücken mehr Wohnfläche zugelassen oder brachliegende Industrie- und Gewerbeflächen bebaut werden. Man spricht dann von der «Siedlungsentwicklung nach innen». Zum Ausgleich werden gleichzeitig oft Plätze und Grünräume zum Spielen oder zur Erholung geschaffen.

Siedlungsflächen

Die Siedlungsflächen umfassen das Land inner- und ausserhalb der Bauzonen, das für Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Erholung sowie zum Beispiel auch für Entsorgungsanlagen genutzt wird.

Zersiedelung

Von Zersiedelung spricht man, wenn sich Dörfer und Städte ungeordnet immer weiter ausdehnen und verstreut gebaut wird. Wohnsiedlungen, Gewerbeareale und Strassen verbrauchen so übermässig viel Fläche. Die Zersiedelung verursacht auch hohe Kosten, weil die betreffenden Gebiete mit Strassen, Wasser-, Strom- und Abwasserleitungen erschlossen werden müssen.

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Generalsekretariat
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK

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CH-3003 Bern

Tel.
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Zuständiges Bundesamt

Bundesamt für Raumentwicklung ARE

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